58. Nordischen Filmtage: Erste Programm-Highlights

Die Nordischen Filmtage Lübeck werden erstmals Serien aus den nordisch-baltischen Ländern in einer eigenen Programmreihe präsentieren, wie die beiden Festivalleiter Linde Fröhlich und Christian Modersbach bei einem ersten Pressegespräch bekannt gaben. Im „Serien“ Programm wird u.a. die dänische Serie „Splitting Up Together“ (OT: Bedre skilt end aldrig) laufen, und aus Norwegen wird „Nobel“ auf der großen Leinwand zu sehen sein.

„Vor allem in den letzten Jahren sind qualitativ hochwertige Produktionen mit bekannten Schauspielern aus den nordisch-baltischen Ländern entstanden, die international hohe
Standards setzen. Wir freuen uns, nun Serien im Festival zu haben, die genau dies widerspiegeln und können damit unserem Publikum ein noch besseres Programm anbieten“, so Christian Modersbach, Managing Director der Nordischen Filmtage Lübeck.

Neue Filmwelten in 360 Grad

Die 58. Nordischen Filmtage Lübeck, eine Veranstaltung der Hansestadt Lübeck, finden in 2016 vom 2. bis 6. November statt. Als größte Plattform dieser Art außerhalb Skandinaviens zeigen sie neueste cineastische Trends und Highlights aus den nordischen Ländern und dem Baltikum sowie Filmschaffen aus Norddeutschland. Erstmalig wird in diesem Jahr ein Fulldome, mit finanzieller Unterstützung durch die Stadtwerke Lübeck, aufgebaut. Das Festival zeigt dort, kuratiert von Ralph Heinsohn, eine Auswahl von 360° Filmen.

Retrospektive und weitere Highlights

„In fremden Welten – In Different Worlds” lautet das Thema der diesjährigen Retrospektive, die sich den Routen skandinavischer Reisender in ferne Länder widmet. Im Programm laufen u.a. als Stummfilmevent „Mit Sven Hedin durch Asiens Wüsten“ (Deutschland / Schweden 1929). Der Film „Windjammer“ über eine Atlantikreise mit dem Segelschulschiff Christian Radich (Regie: Louis de Rochemont, 1957/58) oder zwei Dokumentationen des finnischen Regisseurs Jouko Aaltonen: „Lähettiläät“ (Ambassadors, 2003) und „Kongon Akseli“ (A Man from the Congo River, 2009). Aaltonen wird auch seinen aktuellen Film „Tunteiden temppelit“ (Temples of Dreams) im Dokumentarfilmprogramm der Filmtage vorstellen, wie Linde Fröhlich bekannt gab. Zum dritten Mal findet in Begleitung der Retrospektive das »Lübeck Film Studies Colloquium« statt, das sich an (Film-) Wissenschaftler und -Studenten richtet.

Masterclass und 10 Jahre Hörfilm

Die diesjährige Masterclass für Dokumentarfilmer aus Skandinavien, den baltischen Ländern und Norddeutschland stellt den dänischen Dokumentarfilm „Les Sauteurs – Those Who Jump“ in den Mittelpunkt dieser Veranstaltung. Die drei Regisseure Moritz Siebert, Estephan Wagner und Abou Bakar Sidibé reisen dafür in die Hansestadt. Außerdem feiern die Filmtage 10 Jahre Hörfilm und präsentieren in Zusammenarbeit mit dem Verein Andersicht und dem NDR wieder zwei Produktionen mit Audiodeskription für blinde und sehbehinderte Zuschauer. Begleitet wird das Jubiläum von einer Diskussionsveranstaltung.

Weitere Programmpunkte

Als besonderer Gast beim Festival wird die US-amerikanische Opernsängerin und Mezzosopranistin Joyce DiDonato erwartet, die gemeinsam mit Regisseur Ralf Pleger den Film „The Florence Foster Jenkins Story“ vorstellen wird (Sektion Filmforum). Auch außerhalb der Kinosäle werden wieder zahlreiche Events dazu einladen, aktiv am Festivalleben teilzunehmen. So wird die „Crisis Cuisine“ zur Unterstützung und Integration von Flüchtlingen, die 2015 mit viel positiver Resonanz und finanzieller Hilfe von den Lübeckerinnen und Lübeckern getragen wurde, auch in diesem Jahr wieder zu Tisch bitten, um Menschen aus Krisenregionen zu begegnen und Gerichte aus ihren Heimatländern zu probieren.

Neben den Hauptfestivalkinos CineStar Filmpalast Stadthalle, Kolosseum und Kommunales Kino Lübeck, sind in diesem Jahr als weitere Spielstätten das CineStar FilmHaus, die Kirche St. Katharinen, das Europäische Hansemuseum sowie das Fulldome Kino dabei.

Alle aktuellen Informationen zu den Filmtagen unter: www.filmtage.luebeck.de

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