Am Rande | Kurz-Doku

2004 wurden drei Seeleute in Sizilien angeklagt, weil sie 37 Flüchtlinge aus dem Mittelmeer gerettet hatten. Die menschenverachtende Absurdität der EU-Flüchtlingspolitik zeigt diese Kurz-Doku.

Das Schiff Cap Anamur trifft 2004 im Mittelmeer auf ein Boot mit 37 Flüchtlingen und bringt diese in den nächsten Hafen nach Sizilien. Daraufhin werden der Kapitän, der erste Offizier und der Vorsitzende der Hilfsorganisation Komitee Cap Anamur festgenommen, die Schiffbrüchigen sofort abgeschoben. Kapitän Stefan Schmidt erzählt die Geschichte. Verschiedene Super 8-Aufnahmen aus seinen Jahren der Seefahrt, Zeitungsausschnitte, Fotos und Dokumente über den Fall fügen sich zusammen zu einer fragmentarischen Betrachtung des Falls und der Grenze im Mittelmeer. Eine Betrachtung aus der Ferne.

Seit den jüngsten Dramen vor Lampedusa ist das Mittelmeer als Todeszone für Flüchtlinge in allen Medien präsent. Das war 2004 noch nicht so. Parteiisch versucht der Film daher eine Gegenöffentlichkeit zu schaffen, um das Schweigen der etablierten Medien zu überwinden. Er zeigt eindrücklich, mit welcher Skrupellosigkeit die EU gegen potenzielle Asylbewerber vorgeht. Geister, die sie durch ihre eigene Wirtschafts- und Weltpolitik mit verursacht hat. Die Kurz-Doku hat ihre Existenzberechtigung.

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