„Kein Freund fürs Leben“ – Kurzfilm gegen Mobbing

Mit ihrem Kurzfilm „Kein Freund fürs Leben“ wollen Jonas Ems (uFoneTV) und Jonas Wuttke (Pianofilms) auf das Thema Mobbing und seine psychischen Folgen aufmerksam machen. UfoneTV gehört mit 850.000 Abonnenten zu den erfolgreichsten YouTubern Deutschlands. Wir haben mit Jonas Wuttke über das Projekt gesprochen.

Bericht von Jessica Dahlke

 

Wie ist es zur Zusammenarbeit mit Jonas Ems gekommen?

Jonas Ems teilte Ende 2013 meinen ersten Antimobbingkurzfilm „Hilflos“ auf YouTube. Da wir beide auch beruflich in Richtung Film gehen wollen, beschlossen wir, nach dem Abitur gemeinsam einen Kurzfilm zu drehen. Schnell hatten wir dann auch schon erste Ideen für unser Projekt und begannen, gemeinsam ein Drehbuch zu schreiben.

 

 

Worum geht es in „Kein Freund fürs Leben“?

Zwei ehemalige Klassenkameraden begegnen sich an einem schönen Sommertag im Wald – Niklas war in der Schule der schüchterne Außenseiter, Tom hingegen derjenige, der immer im Mittelpunkt stand und von allen gemocht wurde. Als sich die beiden nun nach ihrer gemeinsamen Schulzeit wieder treffen, sieht man, dass die schwere Kindheit, die Niklas durchleben musste, Spuren hinterlassen hat und ihn bis heute verfolgt. Noch immer wünscht er sich nichts sehnlicher, als einmal einen Freund zu haben. Damit das Wirklichkeit wird, hat er am Morgen den Hund von Tom entführt und plant, sich so eine Freundschaft mit ihm zu erpressen. Zwei komplett unterschiedliche Persönlichkeiten, die nun gezwungen sind, einem Tag miteinander zu verbringen: Niklas, in seiner tiefen Verletztheit unberechenbar, und Tom, der einfach nur hofft, seinen Hund irgendwie wiederzubekommen – Alles dreht sich um die eine entscheidende Frage: Wird der hilflose Hund überleben?

 

 

Warum war es euch so wichtig, diesen Film zu machen?

Vor allem ging es uns darum, auf die Probleme und Folgen von Mobbing aufmerksam zu machen – Ich denke, dass jeder, der unseren Kurzfilm sieht, Denkanstöße erhält und vielleicht auch beginnt, über das eigene Handeln nachzudenken. Der Film soll dabei aber vor allem spannend und unterhaltsam sein, weshalb wir den Fokus auch auf das Thema Freundschaft gesetzt – also kann man eine solche erzwingen – und ein sehr gesättigtes Bild gewählt.

Ihr habt weitere Fragen, dann stellt sie uns in den Kommentaren. Wir leiten sie dann an Jonas weiter.

 

Love Hotel (Gb, F, J 2014)

In einer konservativen Gesellschaft wie in Japan, in der Sex und öffentliche Zurschaustellung von Zuneigung verpönt sind, sind die Love Hotels zu Zufluchtsorten für Ehepaare, frisch Verliebte und Homosexuelle geworden. Philipp Cox und Hikaru Toda werfen einen liebevollen Blick hinter die sonst verschlossenen Türen.

Bericht von Jessica Dahlke

Der Inhalt

Das „Angel Love Hotel“ gehört zu Osakas zahlreichen Liebesnestern. Erstmals hat ein Filmteam beinahe uneingeschränkte Einsicht in das Geschäft des Unternehmens erhalten. Das Filmteam begleitet die Angestellten und den besorgten Chef, der angestrengt versucht, das Hotel in Zeiten staatlicher Intervention über Wasser zu halten. Auch die intimsten Momente im Leben der Kunden bleiben der Kamera nicht verborgen.

 

Die Kritik

In liebevoll gestalteten Bildern erzählen Philipp Cox und Hikaru Toda die Geschichte der Liebespaare, die sich für eine Nacht im Love Hotel eingemietet haben. Da ist das langjährige Ehepaar, das sein eingeschlafenes Sexleben wieder zum Leben erwecken will. Da sind die homosexuellen Rechtsanwälte, die hinter verschlossenen Türen ihre Liebe ausleben können. Da ist der einsame Alte, der sich an eine Liebesnacht erinnert, die vor Jahrzehnten stattgefunden hat.

Obwohl es um Sex geht, ist die Dokumentation nicht schmuddelig. Ganz im Gegenteil: Vielmehr zeigt sie auf romantische Art und Weise die Freude, aber auch die Melancholie der Menschen, die hier halt gemacht haben. Dabei bleibt sie nahe an der Realität, auch wenn man kaum glauben will, dass es wirklich solche Orte gibt. Aber es gibt sie. In Japan finden sich ganze Stadtviertel voller Love Hotels, die teilweise vollautomatisiert sind, um ein Maximum an Intimität (und Profit) zu erreichen. Und obwohl die japanische Gesellschaft stockkonservativ ist, werden sie als Rückzugsorte akzeptiert.

Was fehlt sind leider Hintergrundinformationen über die Schließung des im Film gezeigten Hotels. So sind es keine moralischen Gründe, warum es von Seiten des Staates geschlossen werden muss. Der Entertaiment-Sektor ist der zweitgrößte Industriezweig Japans und größtenteils nicht unter staatlicher Kontrolle. Viele Love Hotels wurden aufgrund des Verdachts auf Geldwäschegeschäfte geschlossen.

Zudem hätten sich die Filmemacher auf weniger Protagonisten konzentrieren sollen, denn leider verliert man mit der Zeit den Überblick. Insgesamt erzählt die Dokumentation jedoch eine runde Geschichte mit einer wunderbaren Filmästhetik.

Dieser Film lief auf dem Fetisch Film Festival in der Traum GmbH (Kiel)

10. DBA Filmfestival im Luna – Ein Nachbericht

Das Kurzfilmfestival des bewegten Abends gehört inzwischen zu den wichtigsten Events in der Kieler Filmszene. Das machte sich vor allem in diesem Jahr durch die zahlreichen Einreichungen direkt aus der Stadt bemerkbar. Fünfzehn Kurzfilme aus aller Genre kamen in die Endauswahl. Vor vollem Haus gab es zudem interessante Interviews mit den Filmemachern zu sehen. Ein Bericht von Jessica Dahlke.

Bericht von Jessica Dahlke

Aloha Roads – Michael Stefan

 

 

Der Kurzfilm „Aloha Roads“ erzählt die Geschichte der Straßen von Hawaii. Und nein, es ist kein Gesellschaftsdrama, sondern ein nettes Nebenprodukt eines Reisevideos, das die 2.500 km fassende Tour über vier Inseln Hawaiis dokumentiert. Insgesamt neun Stunden des Materials bestanden aus Aufnahmen während der Autofahrt, die zu einem 3-minütigen Zusammenschnitt  gefasst und mit typischer GoPro-Musik untermalt wurden. Nett anzusehen.

 


Primetime of my life – Zerbe, Koch & Co.

 

 

„Von Bullerby bis Babylon“ durchschreitet der Film „Primetime of my Life“ die düstere Welt einer kapitalistischen Endzeit. Ein Thema, das zu den Lieblingen der DBA-Macher zu gehören scheint, denn es sollte nicht der einzige Film dieser Art an diesem Abend bleiben. Mit Texten, die ursprünglich für den Poetry Slam geschrieben wurden, fabuliert der Sprecher zu den Bildern einer verrotteten Gartenlaube. Stumm begleitet von zwei lustigen Aufziehfiguren, die das Gefühl einer hedonistischen Jugend vermitteln, die blind und unschuldig durch die zerstörte Landschaft hüpfen.

Was denn nun die Bananen sollten? Bemerkenswert finden die  Filmemacher Zarah Zerbe und Constantin Koch es, dass sie noch nie darauf angesprochen wurden.  Phallus? Anspielung auf die Welt des Kommunismus, in der es bekanntlich schwer war, an Bananen zu kommen? Kritik am Welthandel? Interpretationen sind dem Zuschauer selbst überlassen.

Ein starker Film, der nachdenklich macht.

 


Portrait Bunker D – Sascha Witt

 

 

Die Kurzdoku von Sascha Witt stellt den Schatz auf dem Gelände der FH Kiel vor. Denn in Deutschland sei es nach Angaben der Interviewten einmalig, dass ein solches Gebäude von einer Hochschule genutzt wird. Der Bunker ist inzwischen eine Institution auf dem Campus. Hier kann man am Bunkermittwoch schon mal bei einem Bier bis vier Uhr morgens versacken. Außerdem werden den Studis Konzerte, philosophische Salons und Filmabende geboten. Interessant auch die Geschichte des Bunkers, der zu Anfang nichts mehr als ein verrammeltes „Kellerloch“ voller Taubendreck war.

Der Multimedia-Production-Student Sascha Witt zeigt mit diesem Film, dass er sein Handwerk versteht.


On this Sunday – Kaweh Kordouni

 

 

Von Schicksal und der Käuflichkeit des Menschen erzählt der Kurzfilm „On this Sunday“ von Kaweh Kordouni – ein weiterer systemkritischer Film an diesem Abend. Der von der Filmförderung HHSH geförderte Kurzfilm zeichnet die Geschichte von Menschen nach, die unterschiedlicher nicht sein könnten und doch von den äußeren Umständen aneinander gekettet werden.

Wer das ein wenig zu Pathetische übersehen kann, dem gewährt Kordouni einen interessanten Einblick auf die Sicht eines Außenstehenden auf unser Land. Sehenswert.


Das letzte Date – moinmoin movies

 

 

Auch die moinmoin movies waren zu Recht mit ihrem neuen Film „Das letzte Date“ beim DBA Filmfestival mit dabei. Bereits nach der Premiere im August haben wir eine Besprechung darüber geschrieben, die ihr hier findet.


Multifunktionsebenen – Hannes Fleckstein

 

 

Auch das Genre des Experimental-Films durfte an diesem Abend nicht fehlen. Hannes Fleckstein, derzeit Student an der Muthesius Kunsthochschule, präsentierte „Multifunktionsebenen“ und zeigte sich begeistert darüber, den Film vor Publikum statt „in einem versteckten Ausstellungsraum auf dem Hinterhof“ zeigen zu können, was mit Applaus aus dem Publikum bejaht wurde.

Auf die Frage, was er mit dem Film sagen wolle, antwortete er, dass das „jeder für sich entscheiden“ müsse, „was er dabei“ fühle und entzog sich damit zurecht einer Vorinterpretation durch den Künstler.

Der Film zeigt auf zwei Bildebenen – die eine im Positiv, die andere im Negativ – verschiedene rechtwinklig lineare Gegenstände über die im Rhythmus des Sounds die Natur symbolisierende, Adern ähnlichende Linien projiziert werden. Beinah bedrohlich erscheint dazwischen ein Loch, ein Nichts. Ein donnernder, elektrisierender, manchmal an die Geräusche eines Geigerzählers erinnernder Sound vertont das Szenario.

Auf die Frage, wie der Film entstanden ist, antwortet Hannes Fleckstein: „Für mich ist er aus einem Gefühl heraus entstanden. Es ist da ein Fluss in diesem Film. Von diesen Dingen, in denen wir uns bewegen. Alles erneuert sich immer wieder, verdreht und verändert sich. Es bleibt halt immer in Bewegung.“

Eine inspirierende Reise hinterlässt Hannes Fleckstein da dem an narrative Filme gewohnten Kurzfilm-Zuschauer. Eine Bereicherung für diesen Abend war es allemal.


Zuckerfee(d) – Jörg Meyer

 

 

Mutig zeigt sich Jörg Meyer als Hauptdarsteller in seinem Film „Zuckerfee(d)“ – ein wie er es nennt – video.poem, der eine Ballerina aus Tschaikowskys Nussknacker und ihn im Gegenschnitt nackt tanzend zeigt. Dieser Mut wurde mit großem Applaus aus dem Publikum belohnt.

video.poems sind verfilmte Gedichte oder Filme, die wie Gedichte gestrickt sind, so Meyer. „Sie sind außerdem ein bisschen Tagebuchartig, weil sie in einer Nacht gemacht werden. Länger arbeite ich meistens nicht daran. Und es ist auch eine Selbsterfahrung sich so zu exhibitionieren, wenn man das so sagen kann“, erklärte er weiter.

Auf die Frage, ob es sich um einen männlichen Film handele, erntet der Moderator zunächst Gelächter aus dem Publikum. Die Ballerina mit ihrem Tanz auf den Zehenspitzen werde im Kontrast zu dem männlichen, untrainierten Körper nicht zum Symbol einer Hochkultur, sondern zu etwas unmenschlichem, so der Eindruck des Moderators. Nein, es sei eher ein menschlicher Film, antwortet Meyer: „Die Ballerina ist in der Tat eine Kunstfigur, sie ist völlig artifiziell. Doch auch ich als Hauptdarsteller bin inszeniert und damit artifiziell. Jedoch sehe ich nicht so gut aus wie sie. Insofern ist das kein männlicher Blick oder Film, sondern ein menschlicher Film. Also Mensch gegen Kunst oder Kunst gegen Leben.“

Wer sich selbst einen Eindruck verschaffen will, kann das auf Meyers Blog tun. Es lohnt sich.


Zeitgeist – Rasmus Conrad

 

 

Nach all den starken Filmen hatte das Seminarprojekt und der Erstling „Zeitgeist“ keine Chance, wirklich Anklang beim Publikum zu finden. Die miese Kameraarbeit und das statische Spiel der Darsteller taten ihr übriges. Einzig Rasmus Conrad konnte im anschließenden Interview mit seiner sympathischen und lustigen Art beim Publikum punkten.


SkateCop: Rache auf Rollen – Peter Ahlers und Co.

 

Was bei einer Compositum-Übung an der FH Kiel für geile Trash-Sch*** rauskommen kann, zeigte Peter Ahlers mit „SkateCop: Rache auf Rädern“. Wer mit Klassikern wie Sharknado von The Asylum Spaß hat, wird es auch mit diesem Werk haben. Johlen inklusive! Die Frage also an Peter Ahlers und Team: Wann kommt der Spielfilm dazu?

 

 


Sherlock Holmes – Palm und Beyer

Beinah jeder, der in Neumünster lebt, scheint ihn zu kennen: Sherlock Holmes. Ein kauziger, alter Mann, der Tag ein Tag aus versucht mit der deutschen Bahn nach London zu kommen und spätestens in Kiel nach Neumünster zurückgeschickt wird. Eigentlich dürfte man über diesen Mann keinen Film machen, denn dieser könne nur furchtbar werden, so Moderator Torben, der selbst aus Neumünster stammt. Caro Palm und André Beyer haben es trotzdem getan und es geschafft, einen liebevollen Blick auf Sherlock zu werfen.

In Zeiten des voyeuristischen Krawall-Fernsehens sind wir vorsichtig geworden, Gott sei dank. Denn ist es verantwortungsvoll, Menschen mit psychischen Krankheiten als Idioten im TV vorzuführen? Sicher nicht. Deshalb ist es nicht einfach, eine solche Person auf journalistisch korrekter Art und Weise zu porträtieren. Der Grad ist schmal zwischen ernsthafter Dokumentation und lustvollem Entblößen.

Die beiden Filmemacher haben sich trotzdem darauf und vor allem auf Sherlock Holmes eingelassen. „Ich habe mir sehr viele Gedanken über diesen Menschen gemacht und einige Wochenenden mit ihm verbracht. Das, was wir sehen ist live und echt. Es entstand eine menschliche Ebene zwischen uns. Da ist nichts geschrieben oder herbeigeführt, sondern es ist alles in Interaktion mit diesem Menschen passiert“, so Beyer.

Gerade diese Herangehensweise macht es dem Zuschauer leicht, Sherlock Holmes ins Herz zu schließen und seinen Spleen als individuelle Ausprägung seines Charakters zu akzeptieren, anstatt ihn dafür abzulehnen oder zu bemitleiden. Ein gelungenes Experiment.


Mutterliebe – Gillies und Büchel

 

 

„Mutterliebe“ von Imke Büchel und Jackie Gillies ist eine eindringliche Geschichte zum gleichnamigen Thema, das mit einem überraschenden Ende aufwartet. Bemerkenswert vor allem der Schnitt, der aus einem Gespräch beim Psychologen ein bedrohliches, schizophren wirkendes Szenario macht, das sich am Ende in Gänze entfaltet.

Imke Büchel zeigte sich sehr beeindruckt von der Kieler Filmszene, von der sie an diesem Abend einiges zu sehen bekommen hatte.


Musikvideo Avidus – Elliot Silva

 

 

Das filmische Mittel der übereinander gelegten Bilder nutzte auch Elliot Silva für ein Musikvideo von Avidus. Eine Fantasie eines Elektro-Musik produzierenden schwarzen Ritters zu den Bildern der heute eher albern wirkenden Ritterfilme in Technicolor.

„Für das Genre, was wir machen, wäre es typisch gewesen, eher ein abstraktes Video zu machen“, erklärt Fritz Wagner, Mitglied von Avidus, „das wäre für uns aber nur Mittel zum Zweck gewesen. Wir wollten etwas authentisches, persönliches. Ritterfilme haben meine Kindheit geprägt. Es hat etwas Infantiles. Und auf die Frage, ob das ernst gemeint ist. Für mich ist es sehr ernst gemeint, denn es ist ehrlich. Alles andere wäre nur Fake gewesen. Es ist zwar überzeichnet, aber genau so funktioniert Fantasie.“

Ein Video nett anzusehen zu guter Musik.

 


Breaking – Pipo Tafel

 

 

„Breaking“ von Pipo Tafel ist ein Ballett-Film, der versucht den spielerischen Ausdruck der beiden Tänzer einzufangen, die an einem Strand einen Beziehungsstreit ausfechten. Handwerklich gut gemacht und in schönen Bildern eingefangen kann der Film den Zuschauer leider nicht mit bis zum Ende mitnehmen.


Zeitgeist – Rasmus Conrad

 

 

Nach all den starken Filmen hatte das Seminarprojekt und der Erstling „Zeitgeist“ keine Chance, wirklich Anklang beim Publikum zu finden. Die miese Kameraarbeit und das statische Spiel der Darsteller taten ihr übriges. Einzig Rasmus Conrad konnte im anschließenden Interview mit seiner sympathischen und lustigen Art beim Publikum punkten.


Flora – Finn Karstens

 

 

Auch Finn Karstens greift in seinem Kurzfilm „Flora“ das Ritterthema auf. Ein junger Mann auf dem Drogentrip versucht die Hüterin des Waldes vor zwei schwarzen Rittern zu beschützen. Der Film lebt nicht nur von den tollen Aufnahmen und dem gutem Drehbuch, sondern auch durch die Kieler Darsteller Torben Sachert und Oliver Ott. Denn wer – so der Moderator – kennt Torben Sachert nicht? Er ist eine Größe in der Kieler Filmszene, auch wenn es nicht stimmt, dass er nur in lustigen Filmen mitspielt.

Ein schöner Film, an dem alles stimmt.


Elterngespräch – Strang und Henke

Abgerundet wurde der Abend durch den Kurzfilm von Imke Strang und Thomas Henke. Der Film versucht mit dem Das-Doppelte-Lottchen-Prinzip die Schauspielerin Imke Strang und ihre Tochter in jeweiligen Doppelrollen zu inszenieren. Zwei Mütter werden zur Direktorin bestellt, weil die eine Tochter der anderen einen Streich gespielt hat. Die Idee ist witzig und originell, jedoch weist das Drehbuch einige Schwächen auf und die Figuren sind unangenehm überzeichnet.

Trotzdem ein netter Abschluss eines bewegten Abends, der als Bonus den Kurzfilm „A strange place called earth“ von Jackie Gillies zeigte.

 

Bilderreihe 10. DBA Filmfestival

Deichbullen – Eine Webserie aus SH

Michael Söth liebt Filme. Daher ließ er sich auch bei seinem aktuellen Projekt „Deichbullen“ – die als Webserie gerade auf Youtube läuft – nicht durch Rückschläge aufhalten. Im Interview erzählt er, wie die Serie entstand und warum es sich lohnt, in Schleswig-Holstein Filme zu machen.

Bericht von Jessica Dahlke

Die Deichbullen laufen nun seit ein paar Wochen als Webserie auf Youtube. Bist du mit der bisherigen Resonanz zufrieden?

Mit der Resonanz zu „Deichbullen“ bin ich sehr zufrieden. Wenn der einzige Kritikpunkt an der Serie die zu kurze Dauer ist, muss man auch zufrieden sein. Denn das bedeutet das die Leute gerne mehr gesehen hätten. Auf YouTube werden pro Tag mehrere Tausend Stunden Material hochgeladen. Wenn bei der Masse an Filmen 13.000 Menschen auf Deichbullen klicken, finde ich das schon beachtlich. Davon bleiben dann immerhin gut 2.000 Menschen an der Serie dran.

 

 

Worum geht es in Deichbullen?

Zwei in die Jahre gekommene Hamburger Polizisten, wie sie unterschiedlicher nicht sein können, werden in die Norddeutsche Tiefebene nach Kollmar versetzt. Wer glaubt, dass in einem 1.700 Seelen Dorf weniger passiert, als in einer Stadt wie Hamburg, der täuscht sich gewaltig.

 

 

Warum wolltest du eine Webserie machen?

Es war eigentlich nicht als Webserie geplant, sondern als Konzept für eine TV-Serie. Leider traute sich kein Sender die Deichbullen zu veröffentlichen. Mittlerweile hatten wir aber alle viel Arbeit in das Projekt gesteckt und wollten es nicht einfach sterben lassen. Der in Deutschland noch ziemlich neue Markt für Webserien erschien uns da als sinnvoll.

 

 

Wie ist die Idee entstanden?

Die Idee hatte ich schon bei der Produktion meines ersten Spielfilms „Deichking“ (2006). Läuft im übrigen am 18.12.2015 auf EinsFestival (ARD). Damals drehten wir einige Szenen in Kollmar. Die Hilfsbereitschaft in dem Dorf und die Menschen regten mich zu der „Deichbullen“-Idee an.

 

 

Freie Serienproduktionen in Deutschland haben es ja eher schwer, wie finanzierst du die Serie?

Freiheit – egal in welcher Form – bekommt man nicht umsonst. Man kann sich verkaufen und dafür Einschnitte in der Kreativität hinnehmen oder man bleibt frei, muss dann aber alles selbst finanzieren. Dies haben wir getan. Ein Privatinvestor hat die notwendigen finanziellen Mittel zur Verfügung gestellt und alle Beteiligten haben weitesgehend auf Honorare verzichtet. Nur so kann es gehen. Die Filmförderung Hamburg/Schleswig-Holstein hat leider noch keinen Topf zur Finanzierung von Webserien. Aber die Hoffnung bleibt, das dies bald geschieht.

 

 

Auch Youtube ist ja eher ein schwieriges Pflaster, was würdest du Filmemachern empfehlen, wie sie ihre Videos auf dem Kanal promoten können? Was hast du konkret bei den Deichbullen dafür getan?

YouTube ist eine tolle Möglichkeit, Eigenproduktionen an die Öffentlichkeit zu bringen. Das schwierige ist nur die Menschen auf deine paar Minuten Film aufmerksam zu machen. Da lerne ich auch noch täglich dazu. Ich habe die klassischen Medien (TV, Zeitung, Radio, usw.) genutzt. Durch meine Spielfilme (Deichking und Bauernfrühstück) habe ich ein paar Kontakte aufbauen können. Diese nutze ich auch. Man kann dann noch Werbung über die Facebook Seite schalten. Wenn man etwas Geld in die Hand nimmt, bringt das sogar was.

 

 

Wie bist du zum Film gekommen und warum nimmst du all das auf dich?

Ich hatte immer den Traum einmal meinen eigenen Film im Kino zu sehen und andere Menschen zu unterhalten. Also begann ich irgendwann einfach kleine Geschichten zu verfilmen. Als ich merkte, dass nicht nur Freunde Spaß daran hatten, begann ich weitere Drehbücher zu schreiben. Die Projekte wurden immer größer. Nur Geld bekam ich kaum zusammen. Aber selbst Filme zu machen ist meine Leidenschaft. Und der Spaß an der Sache vertreibt den Gedanken, dass es sich eigentlich nicht rechnet.

 

 

Denkst du, dass man in Schleswig-Holstein Filme machen kann?

Schleswig-Holstein ist das beste Land, um meine Filme zu machen. Ich liebe die Landschaft und die Menschen die hier leben. Die Hilfsbereitschaft und die Liebe zum Film ist bei fast allen Norddeutschen positiv ausgeprägt. Meine Filme brauchen dieses Land und die Menschen als Basis für die Geschichten. Schleswig-Holstein inspiriert mich.

 

 

Was würdest du dir Wünschen, was müsste man in SH ändern, damit den Filmemachern hierzulande geholfen wäre?

Geld macht keine Filme – Ideen, Leidenschaft und der Wille es trotz aller Widrigkeiten umzusetzen produziert Filme. Es läuft in SH schon vieles richtig.

 

Ist schon eine Fortsetzung der Deichbullen geplant?

Aktuell sitze ich an der Planung für die zweite Staffel. Ich hoffe das wir dann spätestens im März 2016 drehen können.

Bilder: Peter Lühr, Kiel

„Wie vernetzen wir die Kieler Filmszene“ – Ein Nachbericht

Ende September traf sich die Kieler Filmszene zum 18. Mal zum Stammtisch. Nach der langen Sommerpause gab es natürlich ein großes Hallo und eine Menge zu erzählen, denn die Welt hat sich in Kiel weiter gedreht und viele neue Filmprojekte sind über die Sommermonate entstanden. Ein zunehmender Aufwind ist in der Szene zu spüren. Wo früher nur Schafe und Deiche vermutet wurden, sind junge Talente herangewachsen, die sich gegenseitig mit ihren Projekten und Visionen befruchten. Das ist auf der einen Seite großartig, auf der anderen spürt die Szene, dass sie noch immer nicht da ist, wo sie sein will.

Bericht von Jessica Dahlke

 

Ein großer Punkt ist die Vernetzung. Vermehrt kam an diesem Abend der Wunsch auf, eine zentrale Anlaufstelle zu schaffen, an der sich Leute für Filmprojekte zusammenfinden könnten – egal ob für große, professionelle Projekte oder das Erstlingswerk. Auch der Rat etablierter Filmemacher ist gefragt, doch bis auf wenige Ausnahmen ist es noch immer schwer, im Falle der Fälle einfach jemanden fragen zu können. Zudem soll die Geschwindigkeit, mit der junge Nachwuchstalente zur Szene kommen, erhöht werden, zum Beispiel direkt nach der Aufnahme eines Studiums in Kiel. Es wäre schade diese Potenziale einfach versiegen zu lassen.

 

 

Ideen schwirrten durch den Raum: Facebookgruppen, eine App, eine Kartei im Internet oder die verstärkte Nutzung von bestehenden Seiten wie crew-united. Kaweh Kordouni, Besitzer des Café Godot, versucht mit einer Schauspieler- und Filmcrew-Kartei Abhilfe zu verschaffen. Der Nachteil: Die Daten sind nicht online abrufbar.

 

 

Bei einer Online-Datenbank müssten neben der Finanzierung für die Programmierung auch datenschutzrechtliche Dinge geklärt werden. Komfortabel wäre natürlich eine Datenbank mit mobiler App, die es ermöglichen würde, auch von unterwegs aus sein Filmteam zusammenzustellen. Doch wer pflegt diese Daten und administriert das System? Eine Variante wäre auch ein System, in dem nur Filmprojekte eingestellt werden und der dazu gehörigen Bedarf an Personal. Das hätte den Vorteil, dass Profile nicht zu Karteileichen werden.

 

 

Zuletzt sprachen wir über die Arbeit und Möglichkeiten, die der Verein Kulturelle Filmförderung Schleswig-Holstein e.V. der Filmszene in Kiel bieten könnte. Das Problem: Der Verein überaltert zunehmend. Das mag vor allem an der kaum existierenden Außendarstellung liegen, die den Verein im Internet schwer auffindbar macht. Hier muss viel getan werden. Doch es lohnt sich auch für junge Filmemacher sich hier verstärkt zu engagieren und die Filmszene in ihrem Sinne mitzugestalten.

 

 

Am Ende des Abends wurde die Weiterarbeit an den angesprochenen Themen vereinbart und ein Projektteam gegründet, das hauptverantwortlich über Möglichkeiten und Initiativen beraten wird. Wer mehr tun will als reden, ist gerne eingeladen mit uns in Kontakt zu treten.

So geht Spielfilm! Wie „Jola“ in Kiel entstand

Einfach mal einen Spielfilm ohne großes Budget drehen? Das geht nur, wenn alle mit großen Enthusiasmus dabei sind. So wie die jungen Filmemacher Hille Norden und Johann Schultz, die ihren Film Jola“ als Ferienprojekt innerhalb von 14 Tagen abgedreht haben. Wir haben mit ihnen über die Drehbedingungen und die Geschichte gesprochen.

Bericht von Jessica Dahlke

 

Ihr habt gerade euren ersten Langfilm abgedreht. Wie fühlt ihr euch?

Hille: Nicht besonders außergewöhnlich, jetzt kommt der Schnitt und die nächsten Projekte. Ich glaube, dass wir es „geschafft“ haben, bewegt mich gerade am wenigsten, weil ich derzeit noch sehr damit beschäftigt bin, zu verarbeiten, was ich über Film, über mich und vor allem über Menschen gelernt habe. Ruhig werde ich wahrscheinlich eh erst bei der Premierenfeier sein.

Johann: Ich fühl mich richtig gut, denn ich war Teil eines krassen, kreativen Prozesses, hab wichtige Erfahrungen gesammelt und große Schritte Richtung Profi gemacht. Tut gut fürs Selbstbewusstsein.

 

 

War das euer erstes Filmprojekt?

Hille: Nein, aber ich habe überhaupt erst vor knapp einem Jahr angefangen, mich für Film zu interessieren. Meine ersten zwei Filme waren Dokumentarfilme, einer über Jazz (An expression of Freedom) und einer über jüdisches Leben in Kiel heute (Schalom heißt Frieden). Dann habe ich eins meiner Theaterstücke zu einem Drehbuch für einen Kurzfilm umfunktioniert und im Januar 2015 mit moinmoin movies realisiert. Der Film „der als letztes spielt“ ist allerdings noch im Schnitt.

Zeitgleich kamen die ersten Ideen für „Jola“, dann habe ich begonnen mich darauf zu konzentrieren. Damals sollte es mit einem anderen Team und Regisseur erst ein Kurzfilm werden. Dann habe ich im Mai mit Johann und Hannes (Gorrissen, Anm. d. Red.) das erste Mal zusammen gearbeitet und habe für den Nur-48h-Wettbewerb 2015 in „What the Art“ gespielt.

Johann: Es war mein erstes Filmprojekt in dieser Größenordnung. Mein Zweites, in dem ich nicht selber mitgespielt habe und mein Erstes, das ich nicht selbst geschrieben habe.

 

 

Worum geht es in Jola?

Hille: „Jola“ könnte auf den ersten Blick als klassisches Jugenddrama verstanden werden. Allerdings behandelt es nicht nur eins der großen Themen, wie Liebe, Herz-Schmerz, Familie, Selbstfindung etc., sondern die ganze Palette. Im Leben passiert einem ja auch immer alles, meistens auch noch gleichzeitig. „Jola“ ist ein Ausschnitt aus dem Leben einer jungen Frau, bzw. eines Mädchens. Es geht viel um Familie, Drogen, Sex, Freunde, ein bisschen Liebe und viel um Langeweile. Um das Gefühl, nichts mit dem Leben anfangen zu können, obwohl man so viele Möglichkeiten hat, weil man nichts damit anzufangen weiß. Um die Frage, was unsere Realität eigentlich ist, ob wir sie akzeptieren müssen, uns damit konfrontieren müssen, ob Realitätsflucht legitim ist oder nicht. Ob ein Rausch das Leben verändert oder uns von einer tatsächlichen Veränderung abhält. Ob Sex Liebe gleichzusetzen ist – oder das eine das andere ersetzten kann.

Diese Probleme werden von der Schwierigkeit zu kommunizieren, einander nicht nur akustisch, sondern wirklich zu verstehen, begleitet. Eben die eigene Stumpfheit die zur Stummheit wird, wodurch einem schnell die eigene Entscheidungskraft abgenommen wird. Und um das Aufwachen daraus.

Johann: Für mich geht es um ein Haufen ungeliebter Kinder, auf der Suche nach irgendeiner Art von Zuneigung, die sich sowohl körperlich, sexuell, rein freundschaftlich oder familiär ausdrücken kann.

 

 

Hille, Du hast das Drehbuch geschrieben und die Hauptrolle gespielt. Warum wolltest du diesen Film unbedingt machen?

Ich glaube, ich hatte nie einen wirklichen Grund, nur ein Bedürfnis und überhaupt keinen Schimmer. Ich habe Poetry Slam gemacht, ein Stück geschrieben und aufgeführt, gemalt und dann kam eben Film, ohne das ich wusste, wie das eigentlich geht.

Im Januar wollte ich einen Kurzfilm machen. Das Thema „Drogen“ war so gar nicht meins, aber das, was von meinen damaligen Teampartner gewünscht war. Dann habe ich aber angefangen zu recherchieren, mir Leute gesucht, die abhängig sind, waren, die mit Drogen ihr Leben definieren oder damit ihr Geld verdienen. Ich war offen und habe jedem vor den Gesprächen erzählt, worum es mir geht. Ich bin viel Offenheit und vielen interessanten Menschen und Geschichten begegnet. Dadurch habe ich zuerst festgestellt, das mein Bild von den Gründen, Drogen zu nehmen, sehr falsch war. Ich dachte, man müsse ein unglaublich schreckliches Leben haben, um sich mit Drogen trösten zu wollen. Solche Menschen habe ich auch getroffen. Aber die meisten sind einfach nur gelangweilt gewesen. Das ist es, Langeweile und eine fehlende Hemmschwelle. Und viele andere Gründe, obwohl die Konsequenz und der Verlauf oft ähnlich sind, sind Rechtfertigung und Erklärung bei jedem anders.

 

 

Was hat dich an der Figur der Jola gereizt?

Jola ist gelangweilt vom Leben. Sie sucht nach etwas, das sie fasziniert, das sie erfüllt und ausfüllt. Sie ist nicht dumm, auch wenn es manchmal so wirkt. Nur desinteressiert und naiv, dadurch fehlt ihr die Schärfe im Verstand. Ich war fasziniert von der Planlosigkeit, mit der sie ihr Leben angeht und was daraus entstehen kann. Weil sie doch ganz anders ist als ich. Es war spannend, sich in sie einzufühlen. Zu sehen, was passiert, wenn man nicht gerne denkt, aber viel fühlt. Ich bin eher ein rationaler Mensch und gut darin, mich auszudrücken. Das ist sie nun überhaupt nicht.

So wurde jedenfalls aus dem geplanten 20-Minüter schnell ein Film, der 60 Minuten lang ist und über den Prozess zu einem Film mit einer Spiellänge von 90 Minuten wurde.

Warum ich den Film letztlich machen wollte…. Weil ich Gottseidank keine Ahnung hatte. Vor allem nicht von Film. Erst habe ich das Projekt, was ich mir vorgenommen habe unterschätzt und als ich dann begriffen habe, was die Konsequenz meines kleinen, kreativen Anfalls beim Schreiben ist, war es schon zu spät um aufzugeben, weil zu viele Leute involviert und befragt worden waren. Dass ich das Projekt trotz vieler Durststrecken und Ungewissheiten durchziehen wollte, lag einmal an meiner anfänglichen Naivität, den lieben Menschen, die helfen und an meinem Stolz und der Erwartungshaltung, die ich an mich selber habe. Ich bringe Dinge, die ich beginne, äußerst gerne zu Ende.

 

 

Johann, wie bist du als Regisseur zum Projekt gekommen und was hat dich am meisten daran interessiert?

Als Regisseur bin ich dazugestoßen, nachdem auch unser Kameramann dem Projekt seine Zusage gab. Wir arbeiten schon länger zusammen, ergänzen uns sehr gut und verstehen einander immer besser. Ich glaube, dass das und auch die gute, vertraute Zusammenarbeit mit Hille maßgeblich für das Gelingen dieses 14-Tage-Projekts waren.

 

 

Wie ist der Film zustande gekommen? Hattet ihr Hilfe?

Hille: Wir hatten Menschen. Ganz viele liebe, nette, hilfsbereite, erfahrene, begabte, kritische Menschen. Als ich im Januar die erste Drehbuchfassung fertig hatte, wurde mir schnell klar, dass ich Hilfe oder zumindest Beratung brauche. Die habe ich dann auch sofort in der Filmszene Kiel gefunden. Die bestand anfangs und bis zum Ende hin, vor allem darin, mich auf alle Fehler, Schwächen, Unsicherheiten und Lücken aufmerksam zu machen. Viele haben sich die Zeit genommen, alles zu lesen, zu fragen und vor allem zu kritisieren. Kritik ist das Wichtigste, daran konnte ich wachsen, lernen, viele Fehler vermeiden, mit Lob kann man nicht arbeiten. Keine Frage, ohne diese mentale Unterstützung wäre es nichts geworden oder zumindest sehr schlecht.

Auch dass viele sich zwar gewünscht haben, dass ich mich mit dem Vorhaben nicht übernehme, aber der Glauben darin nicht allzu fest war, hat geholfen. So musste ich jede Entscheidung selbst verantworten und habe sie so viel sorgsamer getroffen. Wenn man von seinem Umfeld ehrlich eingeschätzt und kritisiert wird, hat man wenig Chancen sich selbst zu überschätzen und sich zu verrennen.

 

 

Wie habt ihr es geschafft, dieses sehr große Projekt im No-Budget-Bereich auf die Beine zu stellen?

Hille: Ganz ohne Geld wäre es natürlich nicht machbar gewesen. Der Landesverband Jugend und Film hat uns gefördert, wofür ich sehr dankbar bin, weil das letztlich auch die Basis ist, auf der ich das Projekt konkretisieren konnte. Aber die 1500 Euro hätten nicht gereicht, ein Set über 14 Tage zu unterhalten, mit einer Teamstärke von bis zu 15 Leuten täglich. Dazu kommen natürlich noch Kostüme, Make-Up, Fahrtkosten, Verschleißmaterial und Sprit.

Ich hatte das Glück noch Sponsoren finden zu können: Sky, Dela Möbelhaus, Mister D, Traum GmbH, Jacks Kitchen, Café Godot und Druckart.

Vor allem aus meiner Perspektive als Produzentin war ich überrascht und dankbar mit wie viel Bereitschaft uns unser Team mit Tat und Rat zur Seite stand. Es hilft nichts, zu planen und eine großartige Organisation zu haben, wenn da keiner ist, der diese ausfüllt, ausführt und durchführt.

Vor allem Sunna Rebecca Reinhardt, die fürs Catering zuständig war und unsere Maske und Kostümbildnerin Sina Berhardt haben großartige Arbeit geleistet. Sie waren zu jeder Zeit da und haben alles im Hintergrund geregelt und dafür gesorgt, dass alles reibungslos verläuft. Auch trotz der Langeweile, die sich manchmal nicht vermeiden lässt, hat sich nie jemand beschwert, es war immer eine großartige Stimmung. Und natürlich alle anderen, die viel ihrer freien Zeit auf unserem Set verbracht haben.

Auch wenn das ein bisschen kitschig und schmalzig klingen mag: Obwohl ich den Dreh über unter Dauerstrom stand, hat ein Teil von mir in beständiger Dankbarkeit, Staunen, Überraschung und Bewunderung gegenüber all den besonderen Menschen, die sich um uns versammelt haben, innegehalten.

 

 

Was waren die größten Herausforderungen beim Dreh?

Hille: Ich glaube, dass es das Schlafdefizit war. Das ist einmal ein Problem des Budgets gewesen, wir hätten kaum mehr Drehtage finanzieren können. Aber es liegt auch an meiner Planung. Ich selber bin mit fünf bis sechs Stunden Schlaf zufrieden und hatte gedacht, dass acht Stunden für alle reichen. Was bei dem Kraftakt und den langen Drehtagen, bei teilweise wirklich schlechten Konditionen absoluter Quatsch ist. Vor allem Sina und Sunna haben darunter gelitten, schlechtes Licht zum Schminken, schlechte Sitzgelegenheiten. Aber die beiden haben trotz Rückenschmerzen und anderen Unannehmlichkeiten mit geradezu preußischer Disziplin durchgehalten.

Das andere war, alle Leute bei Laune zu behalten, da ich als Hauptverantwortliche und Organisatorin eigentlich genau dafür zuständig bin, aber gleichzeitig ja auch noch Schauspielerin war. Aber die Atmosphäre war immer entspannt und es gab immer die Zeit miteinander zu reden, sich in den Arm zu nehmen und ein offenes Ohr zu haben.

Ein anderer wichtiger Punkt: Energy Drinks, Schokolade sowieso, aber vor allem: Zigaretten umsonst. Am besten Stopfzeug. Da kann man in Zeiten absoluter Langeweile stopfen und rauchen. Klingt banal, hat aber viel geholfen.

Johann: Ja, die größte Herausforderung war die Müdigkeit. Von 19:00 abends bis 09:00 morgens am Set zu sein ist doll. Das geht auch nur wenige Tage. Jedenfalls bei mir.

 

 

Was war für euch das Spannendste, was während des Drehs passiert ist?

Hille: Es gibt viele Kräfte, die da am Werk waren. Manchmal geht das alles nahtlos ineinander über, manchmal ist es wie ein Reißverschluss und es bleibt eine kleine Dissonanz. Zu erleben, wie sich diese Kräfte bündeln lassen und dann ein Gesamtbild ergeben, ist berauschend. Aber auch für mich als Drehbuchautorin war es faszinierend, zu erleben, wie die Figuren ein Eigenleben entwickeln und die theoretische Geschichte Form und Farbe gewinnt.

Johann: Das Spannendste war für mich die Arbeit mit den Schauspielern. Da hat jeder seine eigene Art zu spielen. Manchmal kann man es einfach passieren lassen, manchmal muss man etwas mehr inszenieren. Letzteres war tatsächlich eher eine Seltenheit, wodurch ich mir oft nur als Beobachter vorkam. Aber ich denke, auch das brauchen die Schauspieler. Dieses Minimum an Inszenierung. Frei nach dem Motto: Wenn es mir nicht gefällt, würde ich ja schon was sagen.

 

 

Wie geht es jetzt weiter und wann habt ihr Premiere?

Hille: Jetzt sind alle erst einmal froh, das wir es geschafft haben. Die meisten erholen sich, es ist sicher auch cool, nicht den ganzen Tag von mir durch die Gegend gescheucht zu werden. Außerdem sortieren wir unsere nächsten Projekte und gucken, worauf wir als nächstes Lust haben. Ab Mitte September geht es in den Schnitt und an die Postproduktion. Wir hoffen im März 2016 Premiere feiern zu können.

Johann: Was jetzt passiert ist, dass wir den Film fertig schneiden und vertonen. Um die Musik kümmere ich mich selbst. Ich habe auch schon ein Thema komponiert und viele Ideen im Kopf. Danach müssen wir alles versuchen, den Film an die Zuschauer zu bringen. Am Besten so viele wie möglich und am Besten wird er gerade so gut, dass wir beweisen können: Wir können Spielfilm ohne Budget. Aber was meint Ihr, was wir erst mit Budget schaffen!

 

 

Was werdet ihr als nächstes machen?

Hille: Hannes, Johann und ich passen sehr gut zusammen und sicher folgt in Kürze auch das nächste Projekt gemeinsam. Aber auch jeder für uns hat seine Pläne, Skripte und Projekte, die wir unbedingt umsetzten wollen.

Bilder: Jessica Dahlke

 

„Theorie von Schönheit“ und „Das letzte Date“ feierten Premiere

Johannes Karstens und die Filmgruppe Moinmoin Movies zeigten am 19. August ihre neuen Kurzfilme in der Pumpe. Den zahlreichen Zuschauern erwartet ein buntes Programm mit Filmen, die kaum unterschiedlicher sein könnten.

 

Bericht von Jessica Dahlke

„Theorie von Schönheit“ von Johannes Karstens

„Schönheit ist überall, aber wir vergessen sie. Ein Gespräch zwischen Frau und Mann. Gott sagt in der Bibel, dass der Mensch sehr gut ist. Stimmt das überhaupt? Ist die Gesellschaft vor lauter Medien nicht zu blind, um Schönheit zu erkennen? Weiblicher Optimismus gegen männlichen Pessimismus und die entscheidene Frage: wo bleibt der Realismus?“

So beschreibt Johannes Karstens seinen Kurzfilm, der ein Versuch wurde, ein komplexes Thema in nur wenigen Minuten zu erzählen. Stark gespielt von Rebecca Lühmann und Lasse Callsen verläuft sich die Geschichte leider in ein trockenes Theoriegefasel. Ein bisschen mehr Seele hätte dem Film gut getan. Da nützt es auch nichts, dass der Text selbst gut geschrieben ist.

 

„Das letzte Date“ von den moinmoin Movies

Die Schülergruppe hat mit ihrem siebten Film wieder Erstaunliches abgeliefert. Denn in Sachen Filmtechnik stehen die Abiturienten den alten Hasen in nichts nach. Sofort merkt man, mit welcher Freude und Detailverliebtheit die Mädchen und Jungs an das Medium gehen. Das Ergebnis: Kreative Kameraeinstellungen, die Spaß machen, ein toller Sound und eine lustige Geschichte. An diesem Film sind wirklich nur Kleinigkeiten zu bemängeln. Weiter so!

Inhalt des Kurzfilms: „Jonas ist ein ziemlich verplanter Typ und so ist es nicht verwunderlich, dass er fast sein Date mit Lena verschläft. In seinem Traum läuft das Date perfekt, bis der Tod sich auf einmal in seinen Traum einmischt und Jonas zu verstehen gibt, dass demnächst jemand ganz Bestimmtes sterben muss. Wieder erwacht stellt Jonas auf seinem echten Date fest, dass sein Traum eine Art Vorhersehung gewesen sein muss und setzt so alles daran, das Date lebend hinter sich zu bringen.“

Zudem waren im Vorprogramm noch folgende Filme zu sehen:

Der Mann, der zu viel musste (The Flying Discman)
Die Welt in Bildern (Martina Harand)
Labyrinth (Johannes Karstens)
ein Musikvideo von Kay Otto

Gewinner des Transgender Film Festivals

Das Festival stellte vom 28. bis 30. Mai 2015 neue Filme zum Thema Crossdressing und Transsexualität im Kieler Traumkino vor. Zu den Preisträgern gehören:

Bester Film
EINE NEUE FREUNDIN von Francois Ozon
http://www.eineneuefreundin.weltkino.de

Beste Trans*Performance
Aisawanya Areyawattana in PATONG GIRL
http://www.patong-girl.com

Beste Darstellerin
Anais Demoustier in EINE NEUE FREUNDIN
Victoria Trauttmansdorff in PATONG GIRL

Bester Darsteller
Iggy Malmborg in SOMETHING MUST BREAK

Bester Dokumentarfilm
IN THE TURN von Erica Tremblay
http://www.intheturn.com

Bester Kurzfilm
TONIGHT IT’S ME von Dominic Haxton
http://www.tonightitsme.com

Beste kurze Doku
ICH BIN DANN MAL BARBARA

Mehr Informationen:
https://www.facebook.com/transfilmfestival
http://www.transgender-film-festival.de

Wenn man Filme einfach machen muss

Kurzfilmwettbewerb „Nur 48 Stunden“: „Der Mann, der zu viel musste“ gewann den Jürgen-Prediger-Filmpreis

Warum tut man sich das an? Einen Kurzfilm im äußerst engen Zeitfenster von der Drehbuchidee übers zeitraubende „Rendern“ bis zur Abgabe auf DVD zu machen – beim Anfang Mai zum neunten Mal vom Kulturbüro des Studentenwerks S.-H., dem Landesverband Jugend und Film und dem Offenen Kanal veranstalteten Filmwettbewerb „Nur 48 Stunden“. Die Macher der 15 Kurzfilme, die, ausgewählt von einer Vorjury aus den 29 eingereichten Beiträgen, am 13.5.2015 im ausverkauften metro-Kino um den neu gestifteten Jürgen-Prediger-Filmpreis wetteiferten, sind sich einig: „Weil man einfach muss!“

 

 

Trotz Produktionsstress pur – manche Teams brannten nicht nur für ihren Film, sondern auch die DVD noch fünf Minuten vor Abgabe – sind Filmkunstwerke entstanden, welche die dreiköpfige Jury (Filmemacher Gerald Grote, Filmproduzentin Kirsten Burow und Full-Dome-Media-Produzent Ralph Heinsohn) vor eine schwere Auswahlaufgabe stellten. Auch wenn der Anspruch, das Filmschaffen einer durchweg sehr jungen schleswig-holsteinischen Szene im Kinoformat zu präsentieren, anfangs an den Tücken der digitalen Vorführung scheiterte, hier war ganz großes junges Kino zu sehen.

 

 

Den 3. Preis der Jury wie auch den von den Veranstaltern ausgelobten Nachwuchspreis gewann die erst 15- bis 16-jährige Pinneberger Crew um Christian Knipke für „Limbus“. David Lynch nennen sie nicht zu Unrecht als ihr Vorbild für diesen (Alp-) Traum in Schwarz-Weiß über den Tod und ein herausgerissenes Herz. „Romantik ist wichtig, zumal so gut verbunden mit Witz“, lobt Ralph Heinsohn den Animationsfilm „Die Welt in Bildern“ (2. Preis). Martina Harand und ihr Team blättern darin durch ein altes Panini-Bild-Album (wohl die beste Umsetzung der Wettbewerbsvorgabe, dass ein „Sammelbild“ im Film vorkommen müsse), dessen Inhalt witzig animiert zum Leben erweckt wird – Film als „bewegtes Bild“ wörtlich genommen.

 

 

Getoppt wird solcher Bild- nur vom Erzählwitz Jessica Dahlkes (Kamera) und Benjamin Bräuers (Regie), die Monty Python wie Hitchcock in „Der Mann, der zu viel musste“ nacheifern. Solche Geschichte von einem Mann (Thies John), der mitten in einem „peinlichen Verhör“ immer wieder dringend Wasser lassen und dadurch das Verhör stets von Neuem durchleben muss, überzeugte die Jury wie auch das Publikum – denn neben dem Jürgen-Prediger- gewannen Dahlke & Co. auch den Publikumspreis – mit einer „vom Spiel wie vom Text her sehr runden Geschichte, die auch in 92 Stunden Produktionszeit nicht besser hätte werden können“.

 

 

Der verstorbene Kieler Schauspieler und Künstler Jürgen Prediger, der zu Lebzeiten immer bereit war, für jedes noch so absurde Filmprojekt zu mimen, wie Gerald Grote dem Namensgeber der Trophäe nachruft, hätte wohl wie das Publikum im metro-Kino seine Freude daran gehabt. (jm)

 

Alle 29 zum Wettbewerb „Nur 48 Stunden“ eingereichten Kurzfilme sind am 16.5.2015 von 19 bis 22 Uhr im Offenen Kanal (Kiel, Kabelkanal 9) zu sehen. Infos: www.nur48stunden.de.

 


„The Flying Discman“ gewannen mit „Der Mann, der zu viel musste“ (unter der Regie von Benjamin Bräuer) den Jürgen-Prediger-Preis und den Publikumspreis.

 


Martina Harand und ihr Team beeindruckten mit der originellen Stop-Motion Liebesgeschichte „Die Welt in Bildern“

 


Die Jungfilmer aus Pinneberg um Christian Knipke schufen mit „Limbus“ einen düsteren Kurzfilm mit Vorbild David Lynch

 


Thomas Plöger, Ingo Mertins und Henning Fietze führten durch den Abend

 

Weitere Bilder:

 

 

Bilder: Jessica Dahlke und Sven Bode

Filmemacher Stammtisch Nachbericht: Humor im Film

Humor im Film ist ein weitgefasstes Feld. Das wurde den Teilnehmern des Kieler Filmemacher Stammtischs ziemlich schnell klar, die sich am 18. April im Café Godot trafen. So war es kein Wunder, dass es zu einer angeregten Diskussion kam, die nur in Kürze hier wiedergegeben werden kann.

 

Humor hat viele Gesichter

Wer sich dem humoristischen Genre verschrieben hat, der weiß: Humor für alle gibt es nicht. Und es ist ein verdammt schweres Handwerk. Denn nirgendwo sonst ist so viel Präzision und Gefühl für gutes Timing gefragt wie hier. Außerdem ist es wichtig seine Zielgruppe zu kennen. Während die einen schwarzen Humor lieben, schmunzeln andere eher bei abgefahrener Situationskomik. Selbst von Kultur zu Kultur kann sich Humor unterscheiden. So weiß eine der Teilnehmerinnen aus ihrer Arbeit mit Flüchtlingen zu berichten, dass Menschen aus dem arabischen Raum gern über Verkäuferwitze lachen. Das hat seinen Grund, denn die Dinge, über die wir lachen, sind eng mit unseren Erfahrungen verknüpft. Zudem hat sich Humor im Film in den letzten Jahren stark weiterentwickelt.

 

„Während in der Stummfilmzeit die Leute noch über Situationskomik und Slapstick gelacht haben, haben Witze heute eine richtige Dramaturgie“, erklärt Filmexperte Frank Schmerschneider. Und der Humor verändert sich laufend, vor allem dann, wenn er sich durch zu häufige Verwendung abträgt. „Die Supernasen waren ein Kassenschlager, trotzdem haben sie einige Jahre später nicht mehr funktioniert“, erklärt Thies John. Ein anderes Problem ist der aktuelle Bezug vieler Witze, der ohne Hintergrundwissen von jüngeren Generationen nicht mehr verstanden werden. Schon diese kleine Abhandlung macht klar, wie komplex das Thema Humor ist.

 

 

Humor und der Film

Bei der Darstellung von Humor im Film spielen alle Aspekte der Filmkunst eine Rolle. Egal ob Dramaturgie, Schauspiel, Kameraführung, Ausstattung, Musik, Sounddesign oder Montage. Jeder dieser Aspekte kann dazu beitragen, dass eine Szene komisch ist oder nicht. Daher kommt es bei der Vorplanung darauf an, minutiös zu planen, wie der Witz herbeigeführt werden soll. Ist es das Gesicht der dritten Figur im Hintergrund oder die Kamera, die den Zuschauer gezielt überrascht. Die Konzeption „lustiger“ Dialoge reicht bei weitem nicht aus. Zudem ist beim Dreh präzise Arbeit gefragt, wie ich aus meiner Erfahrung mit THE FLYING DISCMAN weiß. Denn schon ein zu kurzer oder langer Blick kann reichen, das Timing und somit den komischen Moment zu zerstören.

 

Wie schreibe ich Sketche?

Alle am Tisch waren sich einig, dass man selten einen guten Witz allein am Schreibtisch schreibt. Vielmehr braucht man ein Gegenüber, mit dem man sich reflektieren kann. Jungfilmer Marlon Heller hat sich daher mit Freunden zusammengetan, um eine eigene Satiresendung auf die Beine zu stellen. Benjamin Bräuer und Thies John können da nur zustimmen. Die beiden gehören zum Autorenteam von THE FLYING DISCMAN. Thies John leitet zudem die Comic-Lesetruppe PROJEKTIX, die mit ihrer Star-Wars-Lesung bisher sehr erfolgreich und sogar im ZDF zu sehen war. „Ich hatte eine Idee zu einem Sketch. Als ich Benjamin beim Filmemacher Stammtisch kennenlernte, habe ich ihn gefragt, ob er mit mir zusammenarbeiten will. Das hat sehr viel Spaß gemacht, denn wir haben uns quasi die Bälle hin und her gespielt. Ähnlich war es auch bei Projektix“, erklärt Thies John.

 

 

Stefan Klinge, der früher Teil einer Kabarett-Gruppe war, kann dem nur zustimmen, gibt aber zu bedenken: „Viele Köche verderben den Brei. Wenn alle ihren Senf dazugeben wollen, dann wird die Arbeit sehr unproduktiv. Und das Team muss natürlich gut zusammenpassen.“ Ich habe übrigens immer ein Notizbuch dabei, in das ich alle Idee eintrage. Denn gute Dinge vergisst man schneller, als man denkt.

Berich und Bilder: Jessica Dahlke

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