Und dann kommt das Leben

Teampräsentationen des 5. Semesters MLP der FH Kiel
Studierende des 5. Semesters im Studiengang Multimedia Production der Fachhochschule Kiel präsentierten am 24. April im Kommunalen Kino der Pumpe neun im Rahmen des neuen Studienmoduls Kurzfilm erstellte Kurzfilme.

Bericht Benjamin Bräuer

SHERLOCK HOLMES

Ja, Kiel hat seinen eigenen – zugegebenermaßen selbsternannten – Sherlock Holmes. Und jetzt hat er sogar seinen eigenen Film – einen Quasi-Spielfilm, der am ehesten vielleicht an Helge-Schneider-Filme erinnert.
Die Story: Das abendliche Glas Milch in der Stammkneipe ist Sherlocks wiederkehrendes Ritual. Dann eines Tages der Schock: Die Milch ist sauer! Wie kann das nur sein? Holmes nimmt die Ermittlungen auf.
Technisch beginnt der Film solide, wird dann holprig. Immer wieder sekundenlange Überbrückungen mit einfach nur schwarzem Bild. Sherlocks News-Clips sind eine witzige Idee, bleiben aber letztlich eher unausgegoren. Ähnliches gilt für eine Animation, bei der wir sehen, wie der schlafwandelnde Milchbauer, bei dem Sherlock „ermittelt“, des Nachts seine eigene Kuh umstößt. Bei den Darstellern wird auf offenkundig Laienhaftes von Laien gesetzt.
Nun ja, Freunden des skurrilen Nonsens könnte der Film trotz seiner Schwächen durchaus gefallen.

 

ULTIMA CALIGO

Zwei beste Kumpels und Outdoor-Rollenspiel-Nerds buhlen um dasselbe Mädchen, eine neue Mitspielerin. Beim aus einem Missverständnis heraus entstandenen gemeinsamen Date mit ihr zeigt sich, was die mittelalterliche Rollenspielkluft zuvor verbarg: es ist keine Sie, es ist ein Er.
So richtig professionell sieht der Film allenfalls in Teilen aus, insbesondere verglichen mit anderen Beiträgen des Abends. Der Frau-ist-Mann-Twist ist ganz witzig, nicht mehr. Ganz okay, der Film.

 

SOFAGEFLÜSTER

Fünf junge Frauen und Männer erzählen jeweils auf einem Sofa sitzend in die Kamera, wie sie etwas das erste Mal im Leben getan oder wieder getan haben. Dabei setzen die Filmemacher immer wieder auf Nahaufnahme von den Händen und Handbewegungen der jeweils erzählenden Person. Kann man machen. Bei den ersten Malen geht es um Ballett, um das Helfen bei der Essensausgabe für Bedürftige, um ersten Sex mit neuer Freundin nach gescheiterter Ehe und zu guter Letzt darum, wie zum ersten Mal nicht mit Angst und Verschüchterung, sondern mit selbstbewusstem Lachen auf die Schläge des Vaters reagiert wurde.
Diese letzte Episode wertet den ganzen Film immens auf. Denn wie hier ein Mann von einem Wendepunkt in seinem Leben erzählt, bei dem er entschieden hat, dass mit ihm die Gewalt in seiner Familie ein Ende hat und sie nicht an seine Kinder weitergegeben wird, ist wirklich bewegend. Dieses Moment wird wunderbar im Abspann aufgegriffen, wo wir diesen Mann seinem Kind vom kleinen Wind erzählen hören, der sich gegen den Sturm behauptet.
Der Film verfolgt ein einfaches Konzept, das vor allem aufgrund dieses einen ganz besonderen Berichts letztlich aufgeht – bzw. „rettet“ diese Abschlussepisode den Film vielmehr. Denn das Highlight am Ende zeigt auch, dass es den anderen Erlebnisberichten im Vergleich an Substanz fehlt. So wirkt der Film irgendwie ungewollt asymmetrisch.

 

PRINZ WILLY

Der Dokumentarfilm gibt einen Einblick in das Leben von Willy, der mit seinem kleinen Live-Club „Prinz Willy“ ein Stück Musikkultur in der Stadt Kiel wahren will.
Der Film sieht richtig gut aus. Tolle Bildgestaltung, tolles Zusammenspiel von Bild und Ton. Klug werden Details wie Willys Kater Lucy in Szene gesetzt. Hervorragend funktioniert auch der Kniff, Willys Interview-Ausführungen vor allem als Kommentar über den Bildern zu verwenden. Alles wirkt sympathisch und authentisch. Wenn man im Prinz Willy noch nicht war, möchte man es spätestens jetzt mal besuchen. Einfach ein sehr guter kleiner Dokumentarfilm.

 

MEIN HAFEN

Rauschebart, (wenige) schlechte Zähne – Martin ist ein Aussteiger. Aufgrund eines Burnout hat er seinen Beruf als Pädagoge an den Nagel gehängt und lebt jetzt auf einem Hausboot, das in einem kleinen Hafen vor Anker liegt. Und er ist hier nicht der einzige. „Mein Hafen“ stellt eine kleine verschworene Gemeinschaft von Bootsbewohnern und ihr einfaches, zurückgezogenes Leben vor.
Ein auch in technischen Belangen gelungener Dokumentarfilm, der auf einen eigenen Kommentar verzichtet und einfach Martin und die anderen Hafenbewohner erzählen lässt.

 

FICTITIOUS LOVE

Eine junge Frau in einem Lokal beim Speed-Dating. Ohne dass sie ihre Namen nennen, stellen sich die Date-Partner aufgrund ihrer Ausführungen und Aufmachungen allesamt als Hauptfiguren bekannter Kinofilme heraus: Bruce Wayne/Batman, James Bond, Jack Sparrow (Fluch der Karibik), Jack Dawson (Titanic), Forrest Gump. Das treibt die junge Frau zusehends zur Weißglut. Doch dann wartet noch eine besondere Überraschung auf sie…
Witzige Idee, witzig umgesetzt. Die Schauspieler machen ihre Sache insgesamt wirklich gut, ganz besonders die Hauptdarstellerin. Die zwar farbenfrohe, doch stimmige Beleuchtung des klug als Drehort ausgesuchten Lokals spielt den Filmemachern zusätzlich in die Karten. Diesen Kurzfilm kann man sich wirklich gut mal geben.

 

ZUGZWANG

Der einzige in schwarz-weiß gedrehte Film des Abends. Mehrere dialogfreie Handlungsstränge steuern parallel auf ihre Auflösung zu. Verknüpft sind sie mit einem Schachspiel zweier Herren in einem herrschaftlichen Saal – sepiafarben gehalten. Während bei allen Handlungssträngen schließlich jemand zu Tode kommt, fällt auch einer der Könige in der Schachpartie. Schachmatt.
Sehr gelungen sind die Matchcuts an dieser Stelle: die Position und Haltung der jeweiligen toten Person stimmt jeweils mit der Positionierung einer umgefallenen Schachfigur überein. Positiv fällt auch die elegante Endtitelsequenz auf einem Schachbrett auf. Offen bleibt, was genau die einzelnen Parallelereignisse zu bedeuten haben. Hier bleibt der Film abstrakt, was manchen gefallen mag, anderen weniger.

 

FLORA

Flora war definitiv ein Höhepunkt des Abends. Drei junge Männer rauchen in der freien Natur eine Droge namens Silvercrush. Einer von ihnen entfernt sich ein gutes Stück von den anderen beiden und fährt unter dem Einfluss der Droge buchstäblich einen Film. Wo eigentlich nur ein Baum steht, sieht er eine wunderschöne junge Frau, die er vor (für uns in Zeitlupe) nahenden dunklen Reitern verteidigen muss. Die Auflösung wartet schließlich mit einer schönen Portion nordisch-trockenem Humor auf.
Besonders auch filmtechnisch haben die Macher hier wirklich abgeliefert: tolle Herr-der-Ringe-Ästhetik, stimmige epische Musik, gelungene Bildführung. Das Timing stimmt auch. Hut ab!
Sascha Witt, Thies John

 

VATERKOMPLEX

In unserem am 25. Februar hier veröffentlichen Interview erzählte uns Sascha Witt, einer der Macher des Films, worum es in „Vaterkomplex“ geht: „Es geht im Kern um den Konflikt zwischen einem jungen Mann und seinem Vater. Der Sohn erlebt durch das Aufsuchen des ehemaligen Hauses seines Vaters Teile seiner Vergangenheit erneut und stellt sich diesen, indem er das Haus betritt. Ein Dialog zwischen Vater und Sohn findet zum zweiten Mal statt. Letztendlich löst sich der Konflikt auf, indem der Sohn erwacht und durch die Anregungen des Vaters einen anderen, emotionalen Weg einschlägt.“
Schöne Kameraperspektiven, insgesamt ein guter Look, effektiver Einsatz von Musik und gute darstellerische Leistungen – ein gut gemachter Kurzfilm. Hier und da noch ein Tick weniger Klischee in den Dialogen, und die emotionale Durchschlagskraft und Glaubwürdigkeit wäre gleich eine noch größere. Alles in allem aber gelungen.

EURE ORTE (D 2014, Arne Bunk & Tanja Bächlein)

SKIZZEN ZUR DEUTSCHEN KOLONIALARCHITEKTUR IN NAMIBIA

Der Essay-Film aus Fotografien und gesprochenem Kommentar beschäftigt sich mit unterschiedlichen Orten der kolonialen Vergangenheit Deutschlands in Namibia: Ein Gefängnis ist jetzt ein Bottlestore. Ein Lazarett wird als Hotel und Altenheim genutzt. Auf der Haifischinsel, auf der die Schutztruppe 1904 ein Konzentrationslager errichtete, befindet sich inzwischen ein Zeltplatz.

Bericht Benjamin Bräuer

Ein fast vergessenes dunkles Kapitel

Ein Stück fast vergessener vor allem eben auch deutscher Geschichte wird hier eindringlich porträtiert. Wir Deutsche sind es natürlich gewohnt, mit dunklen Kapiteln der Vergangenheit unseres Landes konfrontiert zu werden. Was jedoch in der Kolonialzeit zwischen 1884 und 1915 im damaligen Deutsch-Südwestafrika geschah, vor den beiden Weltkriegen und vor allem den Gräueln des Nazi-Regimes, ist uns in aller Regel kaum bekannt.

Eindringliche Schlichtheit

Die durchweg unbewegten Bilder in Arne Bunks und Tanja Bächleins Kurz-Dokumentarfilm muten an wie Beweisfotos. Der Kommentar ist betroffene Anklage. Die Schlichtheit des Films – weder Traveling über die Fotos noch sonst wie Bewegung; keine digitale Fotografie, sondern analoger Fotofilm – funktioniert. Die Fotos ziehen in ihren Bann. Der Kommentar schildert uns, was wir auf ihnen nicht sehen können, was sie aber dennoch dokumentieren. Wir sehen Gebäude, Einrichtungen und Überreste von Befestigungen – Architektur – und hören dabei vom Genozid bzw. Völkermord an den Herero Anfang des 20. Jahrhunderts, der laut Arne Bunk zwar offiziell als solcher anerkannt wird, von dem wir heute aber kaum noch erfahren.

 

 

Ein angemessener Zeitpunkt für einen Blick in die Vergangenheit

Es traf sich, dass es am Tag der Vorführung des Films beim Filmfest Schleswig-Holstein exakt 25 Jahre her war, dass Namibia ein unabhängiges Land wurde. Ein guter Tag, um mittels dieses gelungenen Essay-Films in die Vergangenheit nicht nur Namibias, sondern eben auch Deutschlands zu blicken und von einem weniger bekannten Kapitel unserer Geschichte zu erfahren, das – auch wenn noch finsterere Episoden es im Vergleich überschatten mögen – nicht in Vergessenheit geraten sollte.
EURE ORTE. SKIZZEN ZUR DEUTSCHEN KOLONIALARCHITEKTUR IN NAMIBIA
Deutschland 2014
Kamera und Regie: Arne Bunk, Tanja Bächlein
Drehbuch: Arne Bunk
14 Min.

UNTERWEGS NACH UTOPIA (D 2013, Carmen Blazejewski)

Sagt Ihnen der Name Günther Plüschow etwas? Nein? Dann geht es Ihnen genauso wie den meisten Deutschen. In Argentinien und Chile dagegen ist er ein wahrer Volksheld. Der Mecklenburger Flugpionier, Schriftsteller, Kapitänleutnant, Filmemacher und Journalist erkundete von 1927 bis 1931 mit einem kleinen Segelschiff und als Flugpionier die märchenhafte und ungezähmte Landschaft Patagoniens und Feuerlands und eröffnete vor allem die erste Postfluglinie zwischen Chile und Argentinien.

Bericht Benjamin Bräuer

Auf den Spuren eines – hierzulande – unbesungenen Helden

Die Filmemacherin Carmen Blazejewski begibt sich mit ihrem kleinen Filmteam auf die Spuren Günther Plüschows (1886-1931) und versucht in ihrem Dokumentarfilm herauszufinden, warum er hier in seinem Heimatland nahezu gänzlich in Vergessenheit geraten ist, ein unbesungener Held, während er den Menschen in Südamerika idealisierte Lichtgestalt ist und er dort entsprechend verehrt wird. „Bis zu seinem frühen Tod hat [Günther Plüschow] nach seinem Utopia gesucht“, so Carmen Blazejewski, „wir haben in Südamerika entdeckt, wie er es gefunden hat.“

25

Das Thema und die aufgeworfenen Fragen sind so spannend wie das Leben dieses wagemutigen Abenteurers selbst. Die Landschaft Patagoniens und Feuerlands ist wunderschön. Die Menschen, die an verschiedensten Orten und Schauplätzen zu Wort kommen, fördern immer neue interessante Aspekte zutage. So verwundert es nicht, dass Carmen Blazejewski in dem Stoff großes Potential für einen tollen Dokumentarfilm gesehen hat.

Leider zunehmend zäh

Schon eher wundert man sich darüber, dass ihr bedächtig erzählter Film trotz allem mit zunehmender Laufzeit etwas zäh wird. Die immer wieder einsetzende schwermütige Klavier- und Geigenmusik verlangsamt das Tempo leider noch zusätzlich. An mehreren Stellen scheint der Bogen gespannt und ein passender Schlusspunkt gefunden, aber immer wieder geht es (noch einmal) weiter. Es gibt viel zu erzählen, und die Filmemacherin will der Vielschichtigkeit der Fragen rund um Plüschow offenbar in allem gerecht werden. Dennoch wäre weniger mehr gewesen, jedenfalls wenn man den von ihr gewählten Erzählrhythmus zugrunde legt.

 
UNTERWEGS NACH UTOPIA
Deutschland 2013
Produktion: Andreas Höntsch (Wilder-Norden-Film)
Buch und Regie: Carmen Blazejewski
Kamera: Hans Thull, Andreas Höntsch
Schnitt: Andreas Höntsch
Ton: Carmen Blazejewski, Hans Thull
93 Min.

Bericht: Benjamin Bräuer

Student steht auf und erlebt was

Teampräsentationen des 3. Semesters MLP der FH Kiel

Neun Kurzfilme präsentierten die Studenten des dritten Semesters Multimedia Production am 2. April im Studio-Kino. Und das Erste, was der Zuschauer lernt ist, dass Studentenfilme gerne mit dem Aufstehen am Morgen beginnen und um das studentische Leben kreisen. Große Überraschungen gab es dabei nur wenige.

9-2-5

Der Computer dringt immer weiter in unser Leben ein. Alles kann man inzwischen über das Internet nach Hause bestellen, egal ob Lebensmittel, neue Klamotten oder Spielzeug für die Kleinen. Doch es geht noch weiter. Denn auch Geräte können inzwischen über das Netz kontrolliert werden und schon heute werden vermeintliche Terroristen mit ferngesteuerten Drohnen im mittleren Osten gejagt. Das Filmteam von 9to5 hat sich um das letztere Thema viele Gedanken gemacht und einen Kurzfilm produziert, der die Jagd nach Verbrechern, die nicht mehr als kleine Flecken auf dem Bildschirm sind, wie ein Computerfilm aussehen lässt. Der schöne Wechsel zwischen Betriebsküche inklusive Kollegen-Geburtstagtorte und Tötungsvorgang am PC verdeutlicht die ethische Problematik dieser neuen Art des Krieges. Gut umgesetzt.

Frau Rose

Einem ernsten Thema widmet sich auch der Kurzfilm „Frau Rose“. Die alte Dame, gespielt von Karla Becker, möchte verreisen. Doch es geht immer wieder etwas schief. Der Zuschauer ahnt, das hier etwas nicht mit rechten Dingen zugeht. Ein liebevoll gemachter Film, dem man seine kleinen dramaturgischen Schwächen verzeiht.

Bericht über den Filmdreh

Gud’n

Jeder kennt das. Man wacht auf und merkt, dass man viel zu spät dran ist. An Frühstück ist nicht mehr zu denken. So ergeht es auch der Hauptfigur in Gud’n, witzig gespielt von Oeikim Kasman, der sich im Vorlesungssaal von einer Vielzahl Leckereien umgeben sieht, über die er am liebsten herfallen würde. Ein Manko ist leider das Ende des Films, das die Pointe wie ein lauer Sommerwind vergehen lässt und zeigt, dass Comedy eines der anspruchsvollsten Genres überhaupt ist. Für den trotzdem sehr unterhaltsamen Film erhielten die Macher zurecht starken Applaus.

Persona

„Persona“ (S, 1966) von Ingmar Bergman gehört zu einem der wichtigsten Filme der Filmgeschichte. Wer diesen Titel wählt, der sollte sich bewusst sein, dass der filmgebildete Zuschauer sofort an den Klassiker denkt und Reminiszenzen darauf erwartet. Doch dem ist nicht so und überhaupt bleibt von diesem Film nichts in Erinnerung außer die Idee, die falsche Identität, die jeder tagtäglich mit sich herumschleppt, mit Pappmasken zu symbolisieren. Völlig unverständlich bleibt vor allem das Ende, das die dramaturgischen Fehler noch einmal stark unterstreicht. Schade.

Tellerrand

Zwei Menschen, die unterschiedlich nicht sein könnten, gehen aufgrund ihrer Vorurteile zunächst einander vorbei. Der Kurzfilm ist geprägt von einem gähnend langen Monolog, der statt in Handlung, die Problematik in Worten ausformuliert. Dadurch verkommt dieser Film zu einem besseren Hörspiel mit Bildern. Wirklich schade.

Warteraum

Prüfungszimmer, Zahnarzt oder Verhör. Egal, auf was man wartet. Wenn es unangenehm ist, dann ist das Wartezimmer ein Vorort zur Hölle. Genauso ergeht es auch diesem Protagonisten, der beim Berühren der anderen Wartenden auch noch Visionen aus deren Leben sehen kann. Originell aufgesetzt zeigt er großes Potenzial für weitere Filme, auch wenn dieser eher Mittelmaß ist.

Wolle 30°

Bitte keine Flaschenpost. Auch wenn Kiel eine Hafenstadt ist, sollte unsere Souvenir-Folklore nicht Gegenstand eines Filmes sein, denn das wirkt schnell billig. Ansonsten glänzt dieser überaus witzige Film mit Einfallsreichtum und einer fantastischen Besetzung. Ein Mann, vermutlich Buchhalter, lernt durch Flaschenpost, die er in einer Waschmaschine findet, den sozialen Umgang mit Menschen. Sehr sehenswert.

Zwölfmal

Paul hat ein Problem. Er kann Realität und Fantasie nicht auseinanderhalten. Damit ihm das trotzdem gelingt, hat er immer einen Tischtennisball dabei. Verstehen tut man diesen Umstand leider nur, wenn man die Inhaltsangabe des Films liest. Nicht besonders originell umgesetzt ist dieser Kurzfilm schnell wieder aus dem Gedächtnis gelöscht.

TOILETS (D 2014, Sören Hüper, Christian Prettin)

Ein buntes Potpourri der menschlichen Niedertracht

Auf fünf Toiletten erzählt dieser Film die Geschichte von Menschen, die im wahrsten Sinne des Wortes die Hosen runterlassen. Eine perfekt erzählte Komödie, die mit ihrem schwarzen Humor den Zuschauer auf eine Achterbahnfahrt der Gefühle schickt.

Eine skurrile Gesellschaftskomödie in Fünf Episoden

LONI NORDAHL ist eine der großen deutschen Schwimmhoffnungen. Doch plötzlich droht eine unangekündigte Dopingkontrolle den Traum vom Edelmetall zu zerstören. MARTIN ROLFES wird in seiner Mittagspause auf dem Personal-WC eines Baumarktes von einem aufdringlichen Kunden aus der Nachbarkabine gestört und findet sich unversehens in einem moralischen Dilemma wieder. PATRICIA und CHARLOTTE, zwei Frauen der High-Society, begegnen sich zufällig auf der Toilette eines 5-Sterne-Hotels wieder und es ergeben sich für beide bedeutsame Neuigkeiten. FRAU SCHOHUSEN, deren Ehemann jüngst einen schweren Schlaganfall erlitten hat, lässt sich von HERRN TAPKEN, dem Inhaber eines Sanitätshauses, bezüglich einer WC-Brillen-Erhöhung beraten. Und schließlich wird MANFRED KASUNKE auf dem WC einer heruntergekommenen U-Bahn-Station von zwei jugendlichen Gewalttätern mit rücksichtsloser Brutalität attackiert.

Rabenschwarzer Humor auf den Punkt gebracht

Eine Episoden-Komödie auf Toiletten erzählt? Auweia. Geht es jetzt in die Untiefen infantiler Fantasien? Nein! Im Gegenteil erzählt der Spielfilm TOILETS eine bitterböse und auf den Punkt gebrachte Gesellschaftssatire, die an Gags und intelligentem Witz nicht spart. Dabei trauen sich die Macher einiges. Hat man eben noch über die Probleme der Töchter aus besserem Hause gelacht, die von einer Sekunde auf die andere ihre Vermögensstufe wechseln, bleibt einem beim Anblick sadistischer Freude eines Folterknechts die Spucke weg. Auch dem Verkäufer einer Super-Toilette beißt spätestens beim Kennenlernen des schwerkranken Ehemanns von Frau Schohusen das schlechte Gewissen, doch entkommen kann er der plötzlich Kaufwilligen nicht. Und wie man einer Dopingkontrolle manipuliert, möchte man beim Beobachten der auf allen Vieren knienden Schwimmerin Loni dann doch lieber nicht am eigenen Leib erfahren. Humor, der nicht für jedermann gemacht ist, doch für diejenigen, für die er gemacht ist, sehr viel Spaß bedeutet. Daumen hoch und bitte mehr davon.
Toilets – Ein buntes Potpourri der menschlichen Niedertracht
Deutschland 2014
Regie: Sören Hüper, Christian Prettin
90 Minuten

Ab 13. August 2015 im Kino

Hotel Bellevue (D 2014, Claire Walka)

Der Dokumentarfilm begibt sich auf eine bewegte Zeitreise bis in die frühen 60er Jahre. In Interviews und Bildern wird das Hotel Bellevue in der ehemaligen “Zonengrenzstadt” Lauenburg/Elbe portraitiert – ein Familienbetrieb zwischen Tradition und Wandel.

Ein Bericht von Gina

Die Dokumentation beginnt mit vielen, kleinen Detailaufnahmen der Inneneinrichtung des Hotels, ist von einer angenehmen Melodie untermalt und wirkt sofort sehr sympathisch. Aus Sicht der Gründer und Betreiber des Hotels werden immer wieder Rückblicke in die Vergangenheit eingebaut, um die Geschichte des Hotels, der damaligen politischen und familiären Situation und der daraus folgenden Handlungen zu erklären. Es geht um eine Familie, die das Hotel gegründet hat und die über die Jahre um ihr Hotel kämpfen muss. Mit Bildkollagen und Zeitungsartikeln werden die Rückblicke inszeniert. Nach und nach lernen wir die neue Generation des Hotels, die Kinder der Betreiber, kennen. Wir sehen, wie der Wandel über die Generationen hinweg sich vollzogen hat beziehungsweise sich immer noch vollzieht. Im Großen und Ganzen eine schöne Dokumentation und jeder, der sich für das Hotel interessiert, hat hier eine einheitliche und intensive Sicht auf die Entwicklung und die Menschen dahinter.

Meiner Meinung nach ist hier an einigen Stellen etwas zu langatmig erzählt worden. Die Einführung einiger Charakter, so zum Beispiel die des Sohnes der Gründer, ist unsauber erzählt, sodass sich der Zuschauer zu lange fragen muss: „Wer ist diese Person?“. Dies wird natürlich nach und nach deutlich. Die politischen und wirtschaftlichen Einflüsse hätte ich mir dezenter gewünscht. Besonders schön empfand ich die Kameraarbeit und das Sounddesign. Meine Lieblingsstelle: Es wird von einem Ball erzählt, auf dem sich einige der jetzigen Betreiber kennengelernt haben. Da hier offensichtlich kein Filmmaterial vorhanden war, schwebt die Kamera in den neuen Aufnahmen über den Boden, als würde sie den unsichtbaren Füßen der Tanzenden folgen. Anschließend der Blick nach oben auf einen Kronleuchter und die Kamera kreist wie eine tanzende Person, die eine Pirouette dreht.

Hotel Bellevue
Deutschland 2014
Regie: Claire Walka
25 Minuten

Hochbrücke Brunsbüttel (D 2015, Karsten Wiesel)

Dass der erste Film, den ich auf dem Filmfest SH sehen sollte im Nachhinein ein Gewinner ist, hätte ich anfangs nicht gedacht. Die Hochbrücke Brunsbüttel ist in diesem akustischen Dokumentarfilm nicht nur Mittelpunkt sondern auch Hauptfigur. Aus unterschiedlichen Blickwinkeln zeigt Karsten Wiesel dem Zuschauer, womit die Brücke in ihrem alltäglichen „Leben“ in Berührung kommt. Autos, die sie überqueren. Boote und Schiffe, die unter ihr auf dem Nord-Ostsee-Kanal entlangfahren und Ingenieure, die die Brücke regelmäßig warten und prüfen.

Die Reise dieser Doku beginnt mit dem „auf der Brücke“, macht einen Halt und zeigt dann die Brücke und ihre Klänge von innen. Schließlich endet der Film mit einem Blick aus einem Auto.

Die Klänge der Brücke stehen dabei im Mittelpunkt, diese Doku kommt komplett ohne Text aus. Die meisten Töne sind dem Zuschauer bekannt, interessant wird es, wenn die Akustik aus dem Inneren der Brücke präsentiert wird. Da viele dieser Geräusche den meisten fremd sind, ist es oft schwierig zu verstehen, welche Aussage sie haben. Auch, war es an einer Stelle verwirrend, dass Bild und Ton scheinbar nicht zusammen passten. So an der Stelle, als Autos über die Brücke fahren und der Ton erst wesentlich später kommt.

Meiner Meinung nach waren einige Szenen zu langatmig, vor allem von der Innenansicht der Brücke. Ich hätte mir als Zuschauer Szenen gewünscht, die mir mit bekannten Bildern erklären, woher die unbekannten Geräusche kommen. Kommt das Surren von den Autos, von dem Wind oder woher genau?

Ein großer Pluspunkt sind die Bilder. Vor allem die Fahrt unmittelbar unter der Brücke. Das Ziel, die Brücke akustisch zu präsentieren und zu erzählen, welche Töne in und um die Brücke vorhanden sind, ist auf jeden Fall gelungen und bietet eine andere, interessante Herangehensweise für einen Dokumentarfilm.

Hochbrücke Brunsbüttel
Deutschland 2015
Regie: Karsten Wiesel
12 Minuten

A Good Man (D 2014, Malte Grosche)

Herr W. versucht zum Strand zu kommen, doch das ist gar nicht so einfach. In der Bahn hat er kein Ticket gelöst und auf der Straße ist er fast auf sich allein gestellt, wenn da nicht diese hilfsbereiten Menschen wären, die ihn begleiten. Eine kleine Geschichte über Demenz.

Bericht von Jessica Dahlke

Inhalt

Für Herrn W. ist es das Jahr 1955. Heute muss er unbedingt zum Strand, um dort die Liebe seines Lebens davon zu überzeugen, ihn zu heiraten. Dass er das vor 58 Jahren bereits erfolgreich geschafft hat und seine Frau seit acht Jahren verstorben ist, weiß der demente 82jährige nicht. So begibt er sich jedes Jahr aufs Neue auf die Reise zum Strand – während seine Familie auf liebevolle und kreative Weise alles möglich tut, damit ihn die Realität nicht einholt.

Ein Film über die Demenz

„A Good Man“ ist ein lieb gemeinter Kurzfilm über Demenz und die Trauer um den toten Ehepartner. Leider wird das dem Zuschauer erst beim Lesen der Inhaltsangabe deutlich. Der Film ist in schönen Bildern gedreht und kann auch, was die Ausstattung angeht, bei Nostalgikern punkten. Immerhin gibt es einen alten und sehr gut restaurierten T1, der auch mein Herz höher schlagen ließ. Ansonsten ist die Story wirr und halbherzig erzählt und kommt eher wie eine Gutenachtgeschichte daher, denn am Ende ist alles gut. Ein Film, der einen nicht vom Hocker haut.

A Good Man
Malte Grosche
D 2014
11:45 Minuten

DIE SOMMERSPROSSE (D 2015, Frédérique Veith)

Frédérique Veiths Adaption des Kinderbuchs von Thomas J. Hauck erzählt vor der malerischen Kulisse norddeutscher Sommerlandschaft die Geschichte der siebenjährigen Tilli (Ricarda Tillmann). Als eines Tages eine ihrer geliebten Sommersprossen verschwunden ist, befürchtet sie, ihren besten Freund Tim (Henrik Puls) ebenfalls zu verlieren.

Eine kleine Geschichte über Freundschaft

Eine kleine Geschichte, die große Fragen behandeln möchte. Worauf basiert eine Freundschaft? Woher kann man wissen, ob Freunde auch Freunde bleiben werden? Was verbindet, und was kann einen ausgrenzen? Besonders als Kind kann ja ein Problem, klein wie eine Sommersprosse, ganz groß und wichtig erscheinen.

Licht und Schatten

Die wunderschönen, sonnigen Bilder des Films, der beim Filmfest Schleswig-Holstein seine Premiere feierte, erinnern uns daran, wie geradezu magisch schön Deutschlands Norden gerade auch im Sommer sein kann. Die Kinderdarsteller sind entzückend und machen ihre Sache gut. Schade ist nur, dass es dem Film immer wieder am rechten Timing fehlt und die Darsteller ihre Zeilen im Allgemeinen eher bemüht aufsagen, als dass sie wirklich als Figuren überzeugen.

Mit Kinderaugen sehen

Das Hauptzielpublikum des Films sind wiederum natürlich Kinder und nicht erbsen- oder gar sommersprossenzählende Erwachsende. Die genannten Mängel mögen den kleinen Zuschauern am Ende vielleicht gar nicht groß auffallen, und so kann man sich gut vorstellen, dass sie mit „Die Sommersprosse“ einfach ihren Spaß haben und für sich die Erkenntnis mitnehmen, dass es bei einer echten Freundschaft nicht auf Äußerlichkeiten wie eine fehlende Sommersprosse und andere Kleinigkeiten ankommt.

DIE SOMMERSPROSSE
Deutschland 2015
Tilli: Ricarda Tillmann
Tim: Henrik Puls
Tillis Mutter: Stephanie Stremler
Tims Vater: Matthias Hinz
Frau Sommer: Evelyn Cron
Herr Fink: Thomas J. Hauck
Eisverkäufer: Guiseppe Messina
Buchadaption und Regie: Frédérique Veith
Produktion: Micah Magee
Kamera: Jide Tom Akinleminu
Schnitt: Lorna Hoefler Steffen
Ton: Manja Ebert
14 Min.

Bericht: Benjamin Bräuer

Interview mit Urte Alfs „Meine Lieben Zuhause“

Mit ihren Postkartenfilm „Meine Lieben Zuhause“ war die Filmemacherin Urte Alfs in diesem Jahr zu Besuch auf dem Filmfest Schleswig-Holstein. Nach der Vorstellung ließ sich Felix Müller es sich nicht nehmen, sie mit seinen Fragen zu löchern. Das Interview lest ihr hier.

Felix Zimmer
Wir bist du zu den Postkarten und den Bildern gekommen?

Urte Alfs
Die Postkarten habe ich in einem Trödelladen in Berlin gefunden. Ich wollte ursprünglich nach einer Karte für einen kurzen Film suchen. Aber ich habe ziemlich schnell bemerkt, dass auf den Karten überall der gleiche Nachname stand. Da habe ich den ganzen Schwung Karten, das waren 80 Stück, gekauft und habe sie mir dann lange mit Freunden durchgelesen. Das war Anfang 2012.

Zimmer
Ist das eine Familie, die im Film gezeigt wird? Wieviele Personen waren das insgesamt? Ich
kam zwischendurch etwas ins Schleudern.

Alfs
Ja, das ist tatsächlich nicht so einfach. Ich hatte ziemlich viele Versionen, wo ich die Namen eingeblendet habe. Das fand ich aber irgendwie alles blöd. Die Karten stammen von der Großmutter Emmy oder Emma, der Elterngeneration, den beiden Kindern und den zwei Urenkeln. Es gab auch ein paar Karten, wo ich nicht genau weiß, wem die zu zuordnen waren. Einmal habe ich mich gefragt, ob sich die eine Tochter hat scheiden lassen oder ein neues Kind bekommen hat. Ich weiß es nicht.

Zimmer
Das ist ganz interessant, wie die Fantasie da in Schwung kommt, um die ganzen fehlenden Geschichten zu ergänzen. Hat jemand aus dem Publikum eine Frage?

Zuschauerin
Sag doch mal was über das Verhältnis zwischen Postkarte und Foto.

Alfs
Ursprünglich war es so, dass ich nur die Postkarten und die von mir gedrehten Bilder hatte und irgendwann bemerkt habe, dass das nicht funktionierte, weil ich für die Orte gute Bilder, aber
keine guten Texte hatte. Ich kaufe ziemlich häufig alte Fotos auf. Ich weiß nicht, was ich damit mache, aber ich finde es spannend. Ich habe auch noch aus weiteren Nachlässen Fotos gekauft, das heißt es sind ganz unterschiedliche Leute, die da zu sehen sind. Die habe ich nach Datum oder nach den Gefühlen sortiert, die ich transportieren wollte. Letztendlich haben die Fotos nichts mit den Postkarten zu tun.

Zimmer
Wenn ich mich richtig erinnere, ist die letzte Postkarte von 1989. Hattest du einfach keine Postkarten mehr oder war der Film an dieser Stelle einfach beendet.

Alfs
Es gab tatsächlich noch eine einzige von 1990, die ich am Ende weggelassen habe. Für mich war da aber auch das Ende. Die Postkarte war in der DDR ein günstiges Kommunikationsmittel, wenn man sich überlegt, dass kaum jemand ein Telefon hatte und Telegramme einfach viel zu teuer war. Es war ein Kommunikationsmittel, mit dem man schnell jemanden etwas mitteilen konnte.

Zimmer
Und schlagartig wurde alles anders.

Alfs
Das Ding ist, dass ich behaupten möchte, dass die Familie schon besonders linientreu war, dadurch dass zumindest die Elterngeneration offenbar Parteimitglieder waren und auch teilweise die Orte, an denen sie sich aufgehalten haben auch Parteimitglieds-Ferienorte waren.

Zimmer
Also an diesen Orten durften nur Parteimitglieder Urlaub machen?

Alfs
Nicht unbedingt die Orte, aber die Unterkünfte, in denen sie gewohnt haben.

Zimmer
Wo kommst du her?

Alfs
Ich bin in Bad Oldesloe geboren und wohne seit 10 Jahren in Berlin. Dadurch habe ich den Osten für mich entdeckt und lieben gelernt. Es gibt auf jeden Fall eine große Begeisterung, die bei mir gewachsen ist. Ich hab dadurch vielmehr Verständnis für die Probleme, die durch diese komische Annektion des Westens entstanden sind.

Lachen im Publikum

Zimmer
Gibt es Fragen aus dem Publikum?

Zuschauer
Hast du mal versucht mit dieser Familie Kontakt aufzunehmen?

Alfs
Ich habe mir gesagt, dass möchte ich nicht. Weil ich es spannender fand mir auszudenken, was das für Leute sind, was dazwischen ist. Ich wollte auch nicht mit den Postkarten bei denen auftauchen und sagen: Hallo ich will einen Film über euch machen. Ich war einmal da bei den verschiedenen Adressen. Auf den Klingelschildern standen keine mir bekannten Namen und ich hab beschlossen, es jetzt zu machen, wo der Film fertig ist. Es ist bestimmt komisch denen zu sagen, dass ich einen Film über sie gemacht habe.

Zimmer
Ist das dein erster Film?

Alfs
Nein

Zimmer
Planst du weitere Filme.

Alfs
Ja

Zimmer
Dann wünsch ich dir viel Erfolg damit.

Durch die weitere Nutzung der Seite stimmst du der Verwendung von Cookies zu. Diese Seite verwendet Google Analytics. Weitere Informationen

Die Cookie-Einstellungen auf dieser Website sind auf "Cookies zulassen" eingestellt, um das beste Surferlebnis zu ermöglichen. Wenn du diese Website ohne Änderung der Cookie-Einstellungen verwendest oder auf "Akzeptieren" klickst, erklärst du sich damit einverstanden.

Schließen