Borowski und das Haus am Meer- Kieler Tatort Rezension

Tatort kiel

Letzen Sonntag, den 15.12.2019 wurde ein neuer Kieler Tatort mit Kommissar Borowski und seiner Kollegin Mila Sahin ausgestrahlt. In „Borowski und das Haus am Meer“ versucht das Ermittler-Duo einen Drei-Generationen Konflikt zu entwirren und gleichzeitig einen Mord aufzuklären. Neben einer Leiche am Strand und dunklen Familien-Geheimnissen, kommen auch noch tiefe menschliche Abgründe zum Vorschein.

Rezension von Merle Dölle

Eine Familie und ihre Tragödien

Ein Junge läuft Klaus Borowski (Axel Milberg) und Kollegin Mila Sahin (Almila Bagriacik) eines Nachts in einem Waldstück vors Auto. Der Achtjährige Simon (Anton Peltier) ist sichtlich verwirrt und berichtet, dass sein Opa Heinrich (Reiner Schöne) von einem Hund angefallen worden wäre und er von einem Indianer beschützt worden sei.

Weder vom Hund noch vom Indianer gibt es eine Spur. Lediglich der Opa wird einen Tag später tot am Strand vergraben gefunden. Bei den Ermittlungen stoßen die Kommissare auf einen wirren Drei-Generationen-Konflikt der Familie des toten Großvaters. Er selbst hat seinen eigenen Sohn, heute ein frommer Pfarrer, verstoßen, weil er selbst versucht hatte, das nationalsozialistische Erbe seines Vaters zu verarbeiten. Fortan lebte er in einer Hippie-Kommune auf einem Segelschiff und gründete eine Schule mit radikal antiautoritärer Erziehung. Aus Pflichtgefühl nimmt Sohn Johann Flemming (Martin Lindow) den an Alzheimer erkrankten Vater wieder bei sich auf, worunter seine Beziehung zu seiner Frau Nadja (Tatiana Nekrasov) und seinem Sohn leidet.

Doch wer hat den Mord begangen? Und was hat es mit dem geheimnisvollen Indianer auf sich? Borowski glaubt, dass der kleine Simon etwas gesehen hat.

Ein Film wie ein Schuldgeständnis

Der Tatort von Drehbuchautor und Regisseur Niki Stein („ Der Mann im Strom“, „ Die Frau aus dem Meer“) macht es dem Zuschauer zunächst schwer, die Zusammenhänge zu durchschauen. Durch Rückblenden in die Vergangenheit der Protagonisten versucht er sie den Zuschauern deutlich zu machen: Da ist ein Vater, der Angst hat die nationalsozialistischen Züge seines Vaters fortzusetzen und will deshalb selbst keine Kinder in die Welt setzen, wodurch er seinen eigenen Sohn verstößt. Dieser findet Halt im Glauben, dem er seinen Sohn auferzwingt.

Am Ende geht hier nur um Schuld, die sich durch jede Generation zu ziehen scheint. Immer ist alles nur gut gemeint. Der Film spielt auch mit mystischen Elementen, wie das plötzliche Erscheinen eines Indianers und eines wolfähnlichen Hundes, für die es jedoch am Ende eine ganz einfache Erklärung gibt.

Ein gelungener Tatort?

„Borowski und das Haus am Meer“ stiftet ordentlich Verwirrung und stellt die Geduld der Zuschauer mächtig auf die Probe. Sind die Zusammenhänge jedoch einmal klar, so ist der Film im Nachhinein betrachtet gar nicht so übel, wie er zunächst scheint. Jedoch ist die teils weniger spannende Führung durch die zunächst komplizierte Handlung, wie alles im Film, nur gut gemeint.

Kommissar Borowski macht den Anschein, als hätte er nur wenig mit dem Fall zu tun und wirkt in der ganzen Geschichte eher wie ein Nebendarsteller. Dennoch lohnt es sich, den Kieler Tatort einzuschalten, wenn man bereit ist, sich auf verstrickte Handlungsstränge einzulassen.

International Ocean Film Tour – der Ozean überflutet das Studio Kino

Zum sechsten Mal tourt die Ocean Film Tour nun um die Welt.  Dabei macht sie auch in diesem Jahr wieder einen Halt im Studio Filmtheater in Kiel. Sechs Kurzfilme sind zu sehen. Von Wassersportlern wie Tauchern oder Seglern bis hin zur faszinierenden Unterwasserwelt. Jeder einzelne Film zieht den Zuschauer in seinen Bann und weckt die Neugierde und die Lust auf das unendliche Blau. Wer den Ozean nicht faszinierend und wunderschön zugleich findet, tut das spätestens jetzt. Meine drei Lieblingsfilme stelle ich euch jetzt vor.

Bericht Merle Dölle

Chasing The Thunder

Der Fischdampfer „Thunder“ macht seit mehreren Jahren Millionengeschäfte mit illegalem Fischfang. Meeresschützer und Aktivisten der Non-Profit-Organization Sea Shepherd haben es sich zur Aufgabe gemacht, den Räubern das Handwerk zu legen. Monatelang verfolgen sie die „Thunder“ über tausende von Seemeilen auf internationalen Gewässern mit ihren Schiffen „Bob Barker“ und „Sam Simon“. Tag und Nacht versucht eine eingeschworene Crew Freiwilliger dem illegalen Fischfang in die Quere zu kommen und genug Beweise zu sammeln, um die Verbrecher schließlich an Interpol ausliefern zu können und den bedrohten Antarktisdorsch zu schützen. Ein spannender Krimi, der zeigt wie wichtig Meeresschutz ist und wie viel Einsatz, Geduld und Teamgeist erforderlich ist.

Kissed by God

Der renommierte Surfer Andy Irons ist auf Hawaii in einfachen Verhältnissen groß geworden, verbringt jedoch schon sehr früh viel Zeit auf seinem Surfbrett.  Gemeinsam mit seinem Bruder Bruce mischt er die Szene ordentlich auf und reitet sich an die Spitze der Surfelite. Jedoch muss Irons nicht nur immer wieder die Grenzen seines Sportes überwinden, sondern vor Allem sich selbst. Er leidet an einer manisch-depressiven Störung und befindet sich immer wieder zwischen massiven Höhenflügen und erschütternder Depression.  Ein Kampf gegen die Krankheit, den er letztendlich verliert und ein Erbe an Erinnerungen zurücklässt, an einen außergewöhnlichen Athleten. Eine packende Geschichte über die Surflegende Andy Irons, wie er versucht, der schweren Krankheit mit seiner Leidenschaft zum Surfen zu trotzen und dabei immer wieder die eigenen Grenzen überschreitet.

Blown Away

4 Jahre, 31 Länder, 200 Musiker, 130 Songs. Als Hannes seinen Flug von Australien nach Deutschland verpasst, beschließt er einfach nach Hause zu segeln. Zusammen mit seinem Studienfreund Ben und ohne Segelerfahrung geht es los auf ein musikalisches Abenteuer um die Welt. Die beiden Tontechniker treffen auf ihrer Reise Musiker aus unterschiedlichsten Ländern und nehmen ihre Songs auf. Es entsteht ein einzigartiges Projekt, das die ganze Welt durch Musik verbinden soll. Somit ist auch der Film ein Abenteuer und ein Genuss für Augen und Ohren gleichermaßen.

Am Ende des Kurzfilms erwartet den Zuschauer eine Live-Darbietung der „Sailing Conductors“, wie sich die Musiker nennen, die einen ihrer Songs vorstellen. Die lange Version des Filmes geht Ende Mai auf große Kinotour.  

Freistaat Mittelpunkt – die Geschichte des Ernst Otto Grassmé

Anfang Mai startete das 23. Filmfest Schleswig-Holstein. Drei Tage lang wurden im Kino der Pumpe in Kiel lange und kurze Dokumentarfilme sowie fiktive Kurzfilme gezeigt. Einer dieser Filme machte den Auftakt des Filmfestes: „Freistaat Mittelpunkt” von Kai Ehlers. Eine Dokumentation über das Schicksal des Ernst Otto Karl Grassmé und die Folgen der Eugenik im Nationalsozialismus.

Bericht Merle Dölle

Wer bei „Freistaat Mittelpunkt” eine klassische Dokumentation erwartet, wird definitiv überrascht. Im Positiven. Keine Interviews, keine Beobachten des Protagonisten. Denn der Film des Berliner Filmemachers Kai Ehlers ist alles andere als „klassisch“. Vielmehr ist er eine Collage aus unterschiedlichen Perspektiven.

Der Einsiedler im Moor

Grassmé war einst Geschäftsmann in Altona, später selbst ernannter „Altonaer Bürgermeister im Exil“. 1939 wurde er von den Nationalsozialisten zwangssterilisiert „zur Verhinderung erbkranken Nachwuchses“. Schwer traumatisiert von den Ereignissen des Zweiten Weltkrieges und unter Schizophrenie leidend, entschied er sich für ein Leben abseits der Gesellschaft im Bokelsesser Moor. Drei Mal wurden ihm Anträge auf Wiedergutmachung verweigert bis zu seiner anschließenden Entmündigung. Jedoch hat er weiter für ein Leben in Würde gekämpft und auf seine ganz eigene Art versucht, ein souveränes Leben zu führen. 1991 verstirbt er.

Ein Puzzle aus unterschiedlichen Perspektiven    

Tagebucheinträge Grassmés, Befunde der behandelnden Ärzte, Briefe an seine Frau Berta und an Katja, einem Mädchen aus seiner früheren Nachbarschaft, bilden den Grundstein der Erzählung. Abwechselnd geben die Originaldokumente Einblicke in Grassmés Schicksal und fügen, ähnlich wie bei einem Puzzle, die Geschichte zusammen. Dem Publikum wird somit eine subjektive Perspektive vermittelt. Untermalt werden die Beiträge von Bildern aus der Gegend, in der Grassmé zu Hause war.Hier der Gang durchs bewaldete Moor und über nebelverhüllte bäuerliche Wiesen, dort die traditionelle ländliche Schlachtung von Hühnern. Der Zuschauer bekommt das Gefühl, Grassmé ganz nah zu kommen und in seine Lebensumstände und Gefühlswelt eintauchen zu können. Obwohl man den Protagonisten während des Filmes nicht zu Gesicht bekommt, ist es Ehlers gelungen,  ein Porträt des Einsiedlers zu schaffen. So kann sich der Zuschauer sein ganz eigenes Bild von Grassmé machen. Authentisch, direkt und dennoch einfühlsam schafft es der Film, Brücken zu bauen zu dem Thema der Eugenik im Dritten Reich, das im Bewusstsein der heutigen Erinnerungskultur eine eher untergeordnete Rolle einnimmt. Eine gelungene Auseinandersetzung zwischen Film, Geschichte und Kunst.

„To B or to Be flat” – Gewinner des 23. Filmfestes Schleswig-Holstein

to-be-or-to-be-flat

Viola Rusche und Hauke Harder sind mit ihrem Dokumentarfilm „To B or to Be flat“ Sieger des diesjährigen 23. Filmfestes Schleswig-Holstein. Der Film beschäftigt sich mit dem Leben und Schaffen
des Belgischen Komponisten Boudewijn Buckinx und seiner ganz eigenen künstlerischen Haltung gegenüber der Musik.

Bericht Merle Dölle

Eine Erzählung in Kontrasten

„Warum ist meine Musik so einfach? Warum ist meine Musik so komplex?“ So widersprüchlich diese Fragen auch sind, Buckinx hat trotzdem scheinbar einfache Antworten: „Man muss spontan sein, nichts denken.“ Simpel und plausibel scheinen sie dennoch nur auf den ersten Blick zu sein. Fest steht, ein Schlüsselelement seiner Kompositionen ist der schiere Wechsel von Dur auf Moll. Hervorragend eingespielte Tonaufnahmen seiner Musik geben dem Zuschauenden die Möglichkeit, selbst Antworten auf diese Fragen zu finden. Diese sind so gegensätzlich, wie das Setting des Films: Vom verregneten Belgien bis unter die Sonne Spaniens.

Komponist der Postmoderne

Buckinx wurde 1945 in Belgien geboren, verbringt heute aber einen großen Teil seiner Zeit mit seiner Frau in Spanien. Er gilt als Komponist der Postmoderne und ist bekannt für seinen spielerischen Umgang mit der Kunstgeschichte und seiner besonderen künstlerischen Haltung. Dabei dient seine Musik nicht nur der Kunst, sondern ist auch sein ganz persönliches Tagebuch. Zu seinen bekanntesten Werken zählen „9 unvollendete Sinfonien“ und „1001 Sonatas für Geige und Klavier“, die nicht nur als Konzert aufgeführt wurden, sondern auch eine wichtige Rolle im Film einnehmen.

Hineinschnuppern in musikalische Schattenwelten

Nicht zu Unrecht wurde die Dokumentation mit dem Gesa-Rautenberg-Langpreisfilm ausgezeichnet. In 88 Minuten schafft es der Film, den Komponisten und seine Musik dem Zuschauenden ein bisschen näher zu bringen.  Er ist der vierte Film in der Filmreihe über zeitgenössische Komponisten von Rusche und Harder. Und selbst wenn man kein tieferes Verständnis für Buckinxs einfache und doch so komplexe Musik aufbringen kann, lässt der Film uns dennoch ein bisschen hineinschnuppern in seine Gefühls- und Gedankenwelt, die er mit seiner Musik ausdrückt. Der Film gibt präzise Einblicke in die Schattenwelt postmoderner Komponisten und bewegt, durch seine Bandbreite an akustischen Darbietungen, auch den größten Kulturbanausen zum Zuhören. Man geht nach dieser Vorführung vielleicht nicht unbedingt als Fan postmoderner Musik nach Hause. Aber auf alle Fälle hat man einiges gelernt. Nämlich darüber, warum die Musik so ist wie sie ist und was die Person Boudweijn Bukinx damit zu tun hat.

into the web. CAU Kiel zeigt Webserien

Zwei Tage nach der Projektschau der FH Kiel lud das Projektseminar des Studiengangs Medienwissenschaft ebenfalls zum großen Premierenabend ins Kino in der Pumpe ein. Für viele Studierende war es ein Sprung ins kalte Wasser, schließlich sind es an diesem Abend vor allem Fachleute im Analysieren von Medienformaten, die ihre Webserienfolgen und -trailer präsentieren. Das Fazit des Abends: Produktionstechnisch wie inhaltlich können die „Theoretiker“ von der Uni mithalten mit Fachhochschule und Muthesius, da freut man sich auf mehr! Ab sofort werden die Projekte nach und nach auf youtube gestellt.

Bericht von Anna Lena Möller

Begleitetes Schwimmen

So könnte man augenzwinkernd das Konzept des Projektmoduls des Masterstudiengangs Film- und Fernsehwissenschaft beschreiben, denn es besteht aus einem theoretischen und einem praktischen Teil. In den ersten sechs Monaten wurden viele verschiedene Webserien geschaut und immer wieder gefragt, was sind Webserien überhaupt? Welche interessanten Konzepte gibt es? Welche Themen werden behandelt und sieht so die Zukunft des Fernsehens aus? So beschreibt es Prof. Dr. Markus Kuhn in seiner Anfangsrede, er hat die Studierenden ein Jahr lang begleitet. Im zweiten Semester folgte dann der Sprung ins kalte Wasser. Zwei bis drei Serienfolgen und ein Trailer sollten auf der Grundlage eines fortsetzbaren Serienkonzeptes erarbeitet werden. Das Ergebnis sind drei fiktionale und zwei dokumentarische Webserien.

Die ironische Dramatisierung einer Kommentarspalte

So könnte der Untertitel zu Tabu lauten. Ein schwules Pärchen sitzt zu Hause auf der Couch und diskutiert im typisch deutschen Beschwerdeton über die Welt und die Menschen im Besonderen. Thematisch lässt diese Serie wirklich nichts aus und spielt vor allem in seinen Mono-Dialogen. Mit überspitzten Stereotypen und polarisierenden Äußerungen zu Homophobie, Vollverschleierung und Politikverdrossenheit. Gespannt kann man sein, ob das satirische Konzept der Serie seine Doppelung in der Kommentarspalte findet und sich dadurch ein transmedialer Kommentar zum gesellschaftlichen Verhalten im Internet ergeben wird.

Krebsdiagnose mit Acrylfarbe

Das interessanteste visuelle Konzept des Abends bietet die Instagram-Webserie Insights-Inside. Bunte Acyrylwolken und flirrende Klangsphären rahmen die Interview-Sequenzen. Alleine sitzen da die Protagonisten vor einer schwarzen Leinwand und erzählen von Bestrahlungstherapien, dem Moment, wenn man nach mehreren Totgeburten endlich sein Baby in den Armen hält, von Selbstmordplänen und schlechten Perücken. Die Serie bietet Raum, stellt die Geschichten unter Begriffe wie #diagnose oder #glück nebeneinander und möchte dabei seinen Teil zur Entstigmatisierung von psychisch/physisch Erkrankten beitragen. Positiv fällt auf, wie vertraut und offen die Betroffenen ihre Geschichte teilen „das war nicht immer einfach“, sagt Filmemacherin Johanna Wiese im anschließenden Gespräch „es gab auch Momente, in denen wir alle am Set geweint haben“.

Vokuhila-Hipster trifft Indie-Afro

Mit Musikperformances und Interviews, die tonlich erstaunlich gut aufbereitet sind, beleuchtet Now You Hear Me die Vielfältigkeit der Kieler Musikszene. Verbindung zum Publikum soll dabei vor allem durch einen Moderator entstehen, der als Gesprächspartner für die Musiker zur Verfügung steht. Die im Kino gezeigte Folge stellt zwei Singer-Songwriter gegenüber, die kaum unterschiedlicher sein könnten: Einen Hobbymusiker, der von sich selbst sagt, er könne nicht musizieren, er tue es aber einfach trotzdem. Und eine junge Sängerin, die dabei ist, als Profisängerin Fuß zu fassen. Die beiden kennen sich. Egal wie unterschiedlich die Menschen, Kieler Musiker halten zusammen.

Eine steinkalte Mädchenfreundschaft

Es ist die Freundschaft der Filmemacherinnen und die Nordisch Noir angehauchte Farbpalette, die diese Geschichte authentisch wirken lässt. Ein Format, das auch gut zum Angebot von #funk gehören könnte, so gut ist die Bild- und Tonqualität. Und dann ist da noch das Ende der Pilotfolge, das die vier Schulfreundinnen vor einem Kreuz am Strand zeigt. Ein gemeinsames Geheimnis, dem durch Rückblenden nachgespürt wird. Es wirft die Frage auf, wie so viel Unbeschwertheit ins Gegenteil umschlagen kann? Steinkalt, so heißt die Serie, das muss häufig auch das Gefühl beim Dreh gewesen sein. Denn „wir haben im Februar auf Fehmarn gedreht, das war schon temperaturmäßig eine Herausforderung“, verraten die Filmemacherinnen nach dem Screening.

Insiderwitze im Krimiformat

In Krüger&Hardt werden die Fälle gelöst, die Borowski im Tatort übrig lässt. Verfolgungsjagden sparen sich die gemütlichen Kommissare und fahren stattdessen Paternoster. Und hin und wieder wird jemand mit einem gezielten Faustschlag ausgeknockt. Hervor sticht diese Serie durch ihre vielen Drehorte an Kieler Wahrzeichen. Jede Folge ist eine in sich geschlossene Geschichte, ein ironischer Loop, in dem der Hauptverdächtige immer der Hauptverdächtige bleiben wird und die Leiche immer die Leiche ist, so wird während des Q&A verraten. Gewürzt wird das Ganze durch Witze, die man wohl nur versteht, wenn man die CAU Kiel kennt und durch Querverweise auf die anderen Webserien, deren Titel als Wortspiele im Dialog auftauchen.

Am Ende des Abends überrascht Prof. Dr. Kuhn seine Studierende mit einer kleinen Preisverleihung, die dem Engagement der Studierenden Anerkennung zollt und dabei wie eine kleine Vorahnung auf den Hochschultag des diesjährigen Filmfestes Schleswig-Holstein wirkt.

Von den Webserien gibt es auf jeden Fall noch zwei weitere Screenings: Am 24. April 2019 und 30. April 2019 jeweils um 19 Uhr im Kino in der Pumpe.

Weitere Termine im Kino in der Pumpe

Saz – The Key of Trust – Eine Doku über eine junge Frau und das wichtigste Instrument des Nahen Osten

Eine junge Frau reist von Deutschland bis in den Iran, um sich von verschiedenen Menschen auf ihrer Reise Lieder für ihre Saz beibringen zu lassen. Dabei wird schnell klar, wie tief verwurzelt dieses Instrument bei den verschiedenen Völkern des Nahen Ostens ist.

“Für Berlin ist es nicht ungewöhnlich, eine Saz zu spielen”, erklärt Protagonistin Petra Nachtmanova nach der Pressevorführung auf der Berlinale, “in den Parks sieht man sehr oft junge Menschen mit diesem Instrument.” Dann taucht das Publikum erneut ein in die faszinierende Töne des Instrument und dem Gesang von Petra Nachtmanova, die live ein paar Lieder performt.

Der Dokumentarfilm ist eine Reise von Petra zu dem, was sie liebt, dem was sie mit dem Spielen des Instruments ausdrücken will. Die Saz ist kein monokulturelles Instrument. Egal ob in Anatolien, im Kaukasus oder im Iran, jedes Volk, jeder Landstrich hat ihren eigenen Zugang zur Saz. Es ist die magische und friedliche Verbindung zwischen ihnen allen.

Die Kamera ist dabei immer dicht an Petra, doch niemals weg von der fantastischen Landschaft. Nur in wenigen Momenten wird das Instrument in den privaten Vier Wänden gespielt. Überall anders verwebt sich die Musik der zwei Menschen, die spielen, mit den schroffen Bergen und dem hellblauen Himmel, vor dem sie stehen. Zwei Musizierende, die zusammen ein Gefühl von Spiritualität und Freiheit vermitteln.

Ein wirklich empfehlenswerter Film über Völkerverständigung und Freundschaft. Coproduziert von ZDF und Arte. Produziert vom Lübecker Produzenten Cay C. Wesnigk.

Ich habe KIEL zu erzählen – eine Kieler Kindheit in den 30er und 40er Jahren

Noch bis Ende April zeigt das Kino in der Pumpe den Dokumentarfilm „Ich habe KIEL zu erzählen“ von Gerald Grote und Oliver Boczek. Der Film zeigt die Kindheit von Dieter Schultz, der in den 30er und 40er Jahren in Kiel aufwuchs. 50 Minuten lang wird der Zuschauer gefesselt, von einer Kindheit im Krieg und dem Wandel einer Stadt an der Förde.

Bericht von Merle Dölle

Ich ergattere einen der letzten Plätze im Kinosaal der Pumpe. Der Film findet großen Andrang, fast alle Vorstellungen waren im Vorfeld ausverkauft. Daher wurde er aufgrund der hohen Nachfrage sogar zum zweiten Mal ins Programm aufgenommen. Umso gespannter bin ich also auf das Spektakel auf der Leinwand. Das Publikum an diesem Abend ist geprägt von Zuschauern der älteren Generation. Jene, von der auch der Film erzählt.  Und so begeben wir uns gemeinsam auf eine Zeitreise in die Vergangenheit.

Kindheit aus den Augen eines Vaters

1936 kauft sich der Zahnarzt Rudolf Schultz eine Filmkamera, um das Aufwachsen seines Sohnes Dieter in bewegten Bildern festzuhalten. Damals noch in schwarz-weiß, aber in erstaunlich guter Qualität. Dieter beim Spielen im Garten, Dieter beim Spielen mit Freunden und Dieter auf dem Fahrrad. Schnell wird klar, der Mann hat Talent und fühlt sich hinter der Kamera sichtlich wohl. Manche Szenen bleiben somit auch nicht unkommentiert. So begleitet er von 1936 bis 1949 das Leben seiner Familie mit der Kamera.   

Porträt eines Alltags im Krieg

Nicht nur das Heranwachsen seines Sohnes wird von der Kamera festgehalten,  sondern ganz nebenbei auch der Geist der Kriegszeit. Die Unbeschwertheit und Zuversicht in der Zeit vor Ausbruch des Zweiten Weltkrieges, in der die Familie Schultz ihren Sommer noch bedenkenlos am Strand in Schilksee verbringt. Dann der Schrecken des Krieges, als die Familie nach Bordesholm flieht und sich eine Existenz aufbaut, die auf Landwirtschaft beruht, um zu überleben. Sowie die Rückkehr nach Kiel, als der Krieg vorbei ist und langsam die Stadt wiederaufgebaut wird, wie wir Kiel bis heute kennen. Ergänzt werden die Aufnahmen mit Erzählungen des heute 83-jährigen Dieters, der sich noch gut an seine Kindheit und das „alte“ Kiel erinnert.

Eine Stadt im Wandel

„Denn nur eine Stadt mit frischer Brise kann die Herzen im Sturm erobern“, so heißt es im Film. Die Liebe des Kameramanns zu diesem Stück Land an der Förde wird deutlich spürbar. Segelregatten, das maritime Flair, sehenswerte Gebäude und unbekümmerte, fröhliche Gesichter. Bilder, an die sich wahrscheinlich nur noch unsere älteren Mitmenschen erinnern können. Oder wer erinnert sich noch an die Kieler Straßenbahn, wie sie geschmeidig und wie selbstverständlich durch das Panorama fuhr?   

In den Jahren vor dem Krieg war das Stadtbild jedoch auch geprägt von Hakenkreuz-Fahnen und später von massiver Zerstörung. Auf Ästhetik hat man beim Wiederaufbau jedoch weitestgehend verzichtet. Praktisch musste es sein. Diese Bauweise prägt unser Stadtbild bis heute. So erkennen auch die jüngeren Generationen einige Plätze oder Gebäude eindeutig wieder.

Ich bin ohne Erwartungen ins Kino der Pumpe gegangen. Gegangen bin ich jedoch mit interessanten sowie authentischen Eindrücken aus einer Zeit, die ich nur aus dem Geschichtsunterricht kenne.  Mit nach Hause nehme ich einen völlig neuen Blickwinkel auf eine Stadt, die ich von nun an mit ganz anderen Augen sehen werde.

Armenien und die Freie Klasse Film

Die Freie Klasse Film der Muthesius Kunsthochschule Kiel zeigte am 15. Januar einen Einblick in die Ergebnisse einer Exkursion nach Armenien und Georgien. Die Werke zeigen Eindrücke, Inspirationen und Zwischenergebnisse. So lag der Fokus nicht auf fertigen Filmen, sondern auf einem Einblick in die Arbeitsweisen und Prozesse, in denen sich das aufgenommene Material noch befindet. Die Arbeiten geben auf unterschiedliche Art und Weise die Kultur, Architektur und Geschichte Armeniens und Georgiens wieder und zeigen auch, dass jeder Studierende der Filmklasse in der Entwicklung eines eigenen Stils ist.

Bericht Dorian Bøyesen

Vivian Sprung – „Տպավորություններ“ (Kurz-Dokumentarfilm)

Der erste Kurzfilm zeigt die Arbeit von Vivian Sprung, die im dritten Semester zu den jüngsten Mitgliedern der Filmklasse gehört. Man bemerkt, dass die dokumentarischen Bilder noch am Suchen und Ausprobieren sind. Der Film zeigt die Kultur Armeniens sowie Dialoge der reisenden Filmschaffenden mit einer beeindruckenden Sound-Kulisse. Das Besondere für die Filmemacherin ist, dass sie ohne Thema an die Produktion herangegangen ist und so sehr spontane Impressionen der Reise entstanden sind.

Marlene Johanna Bruhn – Unschuld

Der zweite Film von Marlene Johanna Bruhn „Unschuld“ ist ein Experimental-Film im Schwarzlicht gehalten. Der Film ist zwar nicht direkt in Armenien gedreht worden, doch inspirierten Marlene Folklore und ein Granatapfel zu den Bildern. Der Granatapfel steht für Fruchtbarkeit und Weiblichkeit.

In kaleidoskopischen Eindrücken unter Technobeats erinnert der Film an einen Trip, auf dem die Eindrücke auf den Zuschauer einprasseln. Es entsteht eine Atmosphäre der erotischen Düsternis, die etwas ganz Neues erkennen lässt, auch wenn sie teilweise an die Ästhetik eines Musikvideos angelehnt ist.
„Mein Ziel war es, auf Marienbildnisse abzuzielen und die formierte Unschuldsweiblichkeit in Frage zu stellen”, erklärt sie im anschließenden Interview.

Daria Kovalenko – „Khachkars Göttliche Siegel“

Der dritte Film beschäftigt sich mit einem Steinmetz, der Kreuzsteine herstellt, eine Eigenheit der armenischen Kultur. Der ehemalige Modedesigner leitet eine offene Werkstatt, in der Menschen zu Gott finden können, in freier Entfaltung des Handwerks. Es ist eine Ode an den Minimalismus, mit einer Steinmetzkunst als taoistische-meditative Lebenseinstellung. Damit repräsentieren die Kreuzsteine die starke Religiosität des Landes. Wenn auch nicht materiell wohlhabend, dann doch im Spirituellen reich.

So führt der Film ein: „Durch die verschiedenen Kriege hat das Land viel Fläche verloren und dadurch keinen Zugang zum Meer. Dort lebt ein großer Glaube und ein spiritueller Geist in den Menschen und dies ist das größte Gut dieses Landes. Ich hatte das Glück, dort mit einer Person zu sprechen, die aus einem gewöhnlichen Tuffstein ein Objekt von spiritueller Bedeutung macht. Sein Name ist Vazawdad, aber die Leute um ihn herum nennen ihn einfach Meister.”

Die Steinkreuze sind ein Symbol, der Meister ist bescheiden, kein Bildhauer, ein Handwerker, der die Arbeit von Generationen fortsetzt, schon lange bevor das Kreuz ein Symbol des Christentums war.

So regt der Film zum Nachdenken darüber an, inwieweit diese eher monoton anmutende Arbeit Menschen mit tiefer Bedeutung erfüllt und uns lehrt, dass Freiheit und Erfüllung in den einfachen Dingen liegen können.

Laura Carlotta Cordt – Gor

Als dokumentarischer Kurzfilm überzeugte auch der Film von Laura Cordt. Er ist der Beginn eines dokumentarischen Langfilms, der als Masterarbeit angefertigt wird. Eher durch Zufall geriet Laura Cordt mit ihrem Protagonisten in eine Demonstration, die in den darauffolgenden Tagen den Rücktritt des Ministerpräsidenten zur Folge hatte. Gor Margaryan selbst ist Armenier, der inzwischen in Kiel lebt und die Videowerkstatt der Muthesius leitet.

Politische Gegebenheiten werden dokumentarisch durch Gor festgehalten, der authentisch und eindrucksvoll die Kamera als Moderator und Übersetzer leitet und die protestierenden Landsleute über ihre Beweggründe und Wünsche befragt. Die Kamera immer dicht bei ihm, während ein Hauch von Revolution durch die Straßen fegt, die sehr friedlich bleibt. Man spürt den Wunsch nach Veränderung bei jedem der Interviewten. Es geht um Korruption und den Wunsch nach freien Wahlen.

Arturo Sayan – #Maestro95

Maestro95 ist eine Hommage an den Regisseur Paradschanow und ebenfalls noch im Prozess. Das Spiel mit den unterschiedlichen Stilmitteln (Theater, 16mm, Digitalfilm, Making-Of), die als Metaebenen daherkommen machen diesen Film so interessant.

Hier wird das Filmgenre deutlich in Richtung Theater oder Mise en Scène gerückt und die Zuschauenden in eine Metaperspektive auf die Produktion des Films verlagert. Ausdruck und Mimik ergeben dadurch ein Gesamtkunstwerk. Es ist oder wird wie Arturo anmerkt „ein halb Dokumentar, halb Spielfilm. Ich zeige als Filmemacher meine Ansicht bzw. wie ich den Regisseur Paradschanow sehe.“

Da sieht man z.B. die Super-8-Kamera und die mit ihren Gesichtszügen an eine Theater Diva anmutende Schauspielerin Lusine, die zusammen mit ihren Schauspieler-Kollegen Eren und Hamid eine Atmosphäre von Lust und Sinnlichkeit kreieren, alles festgehalten durch den Granatapfel, der wollüstig verspeist wird. Ein Tribut an die Sinnlichkeit, die Liebe und den Prozess des Filmemachens. Der Ausdruck scheint hier in etwas Sphärisches überzugehen, transzendiert quasi die Leinwand, wird Dichtung in Bewegtbildern, wird zeitlos.

Mehr Informationen zur Freien Klasse Film

Bilder: Marlene Bruhn

Neuerscheinung: Erste DVD der Freien Klasse Film – Muthesius

Freie Klasse Film Kiel

Die Freie Klasse Film der Muthesius Kunsthochschule hat ihre erste DVD herausgegeben. Darauf 17 kurze Experimentalfilme aus den letzten zwei Jahren. Betreut wurden die Werke von Prof. Stefan Sachs. 

Die DVD kann direkt bei der Kunsthochschule bestellt werden.

Freie Klasse Film – Werkschau #1, DVD | Eine Publikation der Muthesius Kunsthochschule, Kiel, 1. Auflage 2018 | Herausgegeben von Prof. Stephan Sachs und Stefanie Polek | Layout und Gestaltung: Teresa Döge und Björn Schmidt | Copyright © Muthesius Kunsthochschule, 2018 | www.muthesius-kunsthochschule.de | ISBN: 978-3-86680-192-9
Zu beziehen über die Pressestelle für 12 Euro.

Von Experimentellen bis Kuriosem – Das war das DBA Kurzfilmfestival 2018

Das DBA Kurzfilmfestival – das aus der Veranstaltung “Der bewegte Abend” hervorgegangen ist – gilt nicht umsonst als das verkopfteste Festival Schleswig-Holsteins. Hier wird gezeigt, was woanders Schreien und Weinen ausgelöst wird, also bei denjenigen, die auf Mainstreamfilme stehen. Aber das ist auch das Schöne an diesem kleinen Festival, denn nur hier knallen Unterhaltung und Intellektualität auf charmante Art und Weise zusammen. Immer wieder ein Fest, auch für die Redaktion von filmszene-sh.de


Kunst und schwarzer Humor

Man behauptet ja weithin, das der Kunstfilm keinen Humor hat. So etwas können eigentlich nur Menschen behaupten, die sich keine Kunstfilme ansehen. Allein das bubenhafte Lächeln von Sven Bohde, der mit seinem Kurzfilm “Kaffeedate” dann auch glatt den “Charmpreis” gewann zeigt, alles nur Menschen, die viel Spaß an der Sache mitbringen.

Gleich zwei Preise – den Hauptpreis und den Publikumspreis – räumte das “Bärtierchen” von Kerstin Welther ab, die nach eigenen Angaben nur erklären wollte, was Tardigrade sind und es einfach nicht lassen konnte, für Filmfans einen Haufen Eastereggs zu verstecken. Ebenfalls nicht auf den Mund gefallen ist der zweite Sieger “Je t’aime” von Peter Ahlers und Patricia Moresmau, die in verkehrten Geschlechterrollen das Musikvideo des französischen Popklassikers aufs Korn nahmen. Ohne Rücksicht auf Verluste, katholische Nonnen wären an diesem Abend reihenweise tot umgefallen.


Kunst und schwarzer Humor

Die Studierenden der Muthesius Kunsthochschule sind inzwischen Dauergast bei diesem Festival. Hannes Fleckstein nahm es mit der Parallelmontage sehr ernst und haut im Rhythmus der Musik von Thomas Klotzki dem Zuschauenden Ansichten über die Pornografie um die Ohren. Hohe Kunst, die wehtut und fasziniert. “Loving You” von Edwin Hosoomel kommt als feinfühliges Musikvideo daher. Auch mein Film “Lifeboats” hatte an diesem Abend Weltpremiere und zeigt Instagram-Aufnahmen, die langsam von realem Material (16mm) zerstört werden, um die Konfusion zwischen europäischen Werten und den ertrinkenden Flüchtlingen im Mittelmeer zu zeigen.

Küsti Fraun reduziert die Bedeutung der Börse auf das wesentliche und verbildlich mit “Börse nach acht” die Börse nach acht. “Lara & Fedja” ebenfalls reduziert erzählt in Form von ASCII-Art eine sehr tragische und schwarzhumorige Geschichte. Erstellt von Thomas Rader. Mit “Blaue Stunde” erinnert Jörg Meyer an das Schiffsunglück der Titanic, ebenfalls reduziert auf zwei Bilder, die den Text umso eindringlicher machen.

Johanna Jannsen zeigte ihre Kurzdoku “Mein Vater”, mit der sie 2017 den Nachwuchspreis Schleswig-Holstein gewann. “Der Unfall” ist ein Film von Geflüchteten, der aus einem Projekt von Claus Oppermann hervorgegangen ist. “Handy aus, sonst Fresse weg” von Peter Ahlers, ein humoriger Trailer, der in jedem Kino gezeigt werden sollte. Aber Achtung, kann Blutspritzer auf dem Hemd verursachen.

Nächster Jahr gerne wieder. Das DBA Kurzfilmfestival zeigt erneut, dass es eine Institution in Kiel ist.

Durch die weitere Nutzung der Seite stimmst du der Verwendung von Cookies zu. Diese Seite verwendet Google Analytics. Weitere Informationen

Die Cookie-Einstellungen auf dieser Website sind auf "Cookies zulassen" eingestellt, um das beste Surferlebnis zu ermöglichen. Wenn du diese Website ohne Änderung der Cookie-Einstellungen verwendest oder auf "Akzeptieren" klickst, erklärst du sich damit einverstanden.

Schließen