„Clipper Kinoabend und Konzert“: Musikvideos und Live-Musik

Clipper Filmproduktion – hinter diesem Namen verbergen sich vor allem die beiden Musikvideo-Regisseure Kay Otto und Aron Krause. Gegründet im vergangen Jahr, haben sie unter diesem Namen bis dato 10 Musikvideos produziert, darunter z.B. eines für die Beatsticks, einer der kommerziell erfolgreichsten Alternative-Rock-Bands Deutschlands. Dieses Video zum Song „Mad River“ war nun auch Teil des Programms beim „Clipper Kinoabend und Konzert“ am 5. Februar im Kommunalen Kino der Pumpe in Kiel.

 

Ein Bericht von Benjamin Bräuer

Kay Otto und Aron Krause führten mit locker-sympathischem Understatement durch einen Mix aus Musikvideo-Vorführungen auf großer Leinwand und Livemusik von Künstlern, deren Videos sie produziert haben – bzw. im Einzelfall vermutlich noch produzieren werden. Die anwesenden Künstler standen Gastgebern und Publikum zum Gespräch bereit, erzählten von ihrer Musik, ihren musikalischen Werdegängen und natürlich von den Videos und deren Entstehungsgeschichten. Gerade zu Letzterem wussten natürlich auch Kay Otto und Aron Krause manch Interessantes und auch Lustiges zu berichten.

Nein, die Beatsticks waren nicht persönlich anwesend, sind also auch nicht live aufgetreten. Machte aber nichts. Das „Line-Up“ – im Wechsel mit den Videos – war auch so schon sehr Unterhaltsam. Außerdem, sie wären an diesem Abend stilbrechend die einzigen gewesen, die englisch gesungen hätten. Denn: alle Live-Künstler des Abends – ein Umstand, der sich einfach so ergeben haben dürfte – sagen auf Deutsch. Live dabei waren: Andreas Liebert (begabter Singer/Songwriter aus Flensburg), Liza&Kay (locker-flockiger Pop), Schrottgrenze (bzw. deren Sänger Alex Tsitsigias samt Klampfe – waviger Indie-Rock/Post-Punk) und Herrenmagazin (ebenfalls vertreten durch deren Sänger, Deniz Jaspersen, samt Klampfe – Indie). Der Kieler Cellist Gunnar Vosgröne begleitete Andreas Liebert sowie Liza&Kay bei einzelnen Songs, teilweise geradezu virtuos.

Musikvideos, auch von mit Kay Otto und Aron Krause befreundeten Regisseuren, wurden von folgenden Bands und Einzelkünstlern gezeigt: Turbostaat („Abalonia“, „Wolter“), Feine Sahne Fischfilet („Wut“), Love A („Toter Winkel“), Lambert („Talk“), Frittenbude („So da wie noch nie“, „Michael Jackson hatte recht“), Liza&Kay („Deine Kammer“), Moritz Krämer („90 Minuten“), Schrottgrenze („Zeitmaschinen“), Herrenmagazin („Frösche“) und eben von den Beatsticks.

Die Mischung aus Musikvideos und Live-Musik ging voll auf. Es war ein runder Abend, der Lust auf mehr machte. Nicht zuletzt bekam die Kunstform Musikvideo, auch als spezielle Spielart des Kurzfilms, hier nun einmal eine ihr gut stehende größere Bühne – bzw. Leinwand – als gewöhnlich.

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