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Das Serienprogramm der 60. Nordischen Filmtage Lübeck

„Menschliche Dramen, soziale Missstände und gesellschaftliche Umwälzungen sind das Salz in der Suppe der neuen Generation Serien“, so Christian Modersbach, Kurator der Sektion bei den Nordischen Filmtagen Lübeck. Diese neue Generation spiegelt sich mit spannenden und variantenreichen Folgen im Serienprogramm der 60. Nordischen Filmtage Lübeck wieder. 

So geht „Die Brücke – Transit in den Tod“ (SE/DK 2017) in die vierte und letzte Runde. Ein letztes Mal widmen sich die Kommissare Saga Norén und Henrik Sabroe einem Mordfall auf beiden Seiten der Øresundbrücke und beenden damit eine der erfolgreichsten TV-Produktionen Dänemarks. Ganz neu ist ein finnisches Comedy Format über einen pubertierenden Computer-Nerd, der als „DragonSlayer 666“ in der virtuellen Welt Zuhause ist, sich aber plötzlich in der realen Welt durchschlagen muss. Ebenfalls vor neue Herausforderungen gestellt, sieht sich das Teenie-Idol Thomas Hayes, der in „His Name is not William“ (NO 2018) nicht glauben kann, dass seine Karriere vorbei sein soll. Mit ganz anderen Problemen sehen sich die Protagonisten zweier weiterer Serien konfrontiert: In „Die Wege des Herrn“ (DK 2017) muss sich ein Pfarrer eingestehen, dass sein Lebensweg nicht der seiner Söhne ist, glänzend besetzt mit Lars Mikkelsen in der Hauptrolle. Serien Creator ist Adam Price, der zuvor schon für die mehrfach ausgezeichnete international erfolgreiche Serie „Borgen – Gefährliche Seilschaften“ verantwortlich zeichnete. „Home Ground“ (NO 2018) setzt auf eine Fußballtrainerin, gespielt vom norwegischen Schauspielstar Ane Dahl Torp, welche erst noch die richtigen Pfade in einer männerdominierten Welt einschlagen muss. Ane Dahl Torp war bei den NFL zuletzt im 2014er Eröffnungsfilm „1001 Gramm“ zu sehen. Regisseur Arild Andresen war zuvor ebenfalls 2010 und 2011 mit Spielfilmen bei den Nordischen Filmtagen in Lübeck vertreten und kommt persönlich in die Hansestadt, um jetzt seine Serie zu präsentieren.

Ebenfalls in die Hansestadt kommen Schauspielerin Shima Niavarani und Autor Niclas Carlsson, zwei Mitglieder der „Happy at Sea“ (SE 2018) Filmcrew. Freuen kann sich das Publikum hier auf ein humoristisches Familienportrait mit Tiefgang. Ebenso kommt Regisseur Petter Næss zum Festival, der mit der Serie „State of Happiness“ (NO/BE 2018) nicht nur die Geschichte von vier jungen Menschen zu Zeiten von Norwegens Suche nach Öl im Jahr 1969 erzählt, sondern auch die Entwicklung des norwegischen Wohlfahrtsstaates nachzeichnet.

Seite der Nordischen Filmtage Lübeck

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