Der Schamane – Auf Necris Wegen

Nichts ist so aufregend wie in jungen Jahren einen Spielfilm zu drehen.  Und auch gar nicht so abwegig, denn wer hätte mehr Zeit und Kraft dafür als junge Menschen um die 20? Alles begann mit einem Zusammentreffen zwischen Marlon Heller und Drehbuchautor Jannis Mieck, der einen Fantasy-Spielfilm umsetzen wollte. Marlon holte den aus St. Peter-Ording stammenden Tjorven Schröder ins Boot und das Projekt zwischen den Küsten war geboren. Der Film wurde nach monatelanger Planung in Vollerviek (Westküste) sowie Schwedeneck, Molfsee und Projensdorf (Ostküste) innerhalb von 14 Tagen abgedreht. Wir haben Marlon Heller einige Fragen gestellt.

Ihr dreht in den nächsten 14 Tagen einen Langfilm in der Umgebung von Kiel. Ist das euer erster Langfilm?

Es handelt sich für Tjorven und mich tatsächlich um den ersten Langfilm. Bisher haben wir nur Kurzfilme gemacht. Grob erzählt handelt unser Film von einem Schamanenschüler, dessen Meister ermordet wurde. Da man ihn für den Mörder hält, macht er sich auf den Weg um den wahren Mörder seines Meisters zu finden. Er lernt Weggefährten kennen und versucht seinem eigenen Tod zu entkommen.

Warum dieser Film?

Der Film ist uns besonders wichtig, weil er einerseits unsere Debüt-Arbeit ist, auf der anderen Seite einfach wahnsinnig viel Spaß macht. Ich betreibe Film ja nur als Hobby, aber Tjorven und auch die Schauspieler können dieses Projekt wunderbar für Bewerbungen o. ä. vorlegen.

Wie seid ihr zum Filmemachen gekommen?

Tjorven und ich kennen uns schon seit fast 5 Jahren. Kennengelernt haben wir uns im Naturfilmcamp Eeekholt. Da hatten wir natürlich noch überhaupt keine Ahnung von Film. Über die Jahre hat man sich dann ausprobiert, gute und schlechte Sachen produziert, vorallem aber immer neue Erfahrungen gemacht und neue kreative Leute kennengelernt. Film ist eine Herzenssache.

Was sind die größten Herausforderungen bei einem Projekt wie diesem, dass mit wenig Geld auskommen muss?

Die wohl größte Herausforderung war den Zeitplan einzuhalten. Leider hat uns das Wetter an ein paar Tagen die Drehzeit verlängert. An Schlaf war dann nicht wirklich zu denken. Wir haben als Team aber wirklich gut zusammengearbeitet. Und was das Budget angeht, wir haben so viel Unterstützung durch Freunde, Familie und öffentliche Institutionen bekommen, das wir das Budget zwar ausgeschöpft haben, jedoch nicht mit Minus aus der Sache rausgehen. Die Postproduktion ist eine genauso große Herausforderung bei den großen Mengen an Material. Rohschnitt, Tonbearbeitung etc., aber wir nehmen uns die Zeit und holen alles aus dem Film raus.

Wie geht es danach weiter? Habt ihr schon weitere Projekte geplant?
Selbstverständlich haben wir geplant den Film zu prämieren, genau Daten werden dazu noch folgen. Und auch ein zweiter Teil ist schon in der Pipeline.

 

DER SCHAMANE – AUF NECRIS WEGEN
mit Jannis Mieck
Produktion: Schröder, Heller, Mieck Regie: Tjorven Schröder / Kamera: Melvin Jäpel & Lun Yan / Schnitt: Marlon Heller/ Ton: Julius Schulz, Anton Häutle, Heller/ Produktionsleitung: Joris Hellwig
Drehorte: Freilichtmuseum Molfsee, Steilküste, Projensdorfer Gehölz, St.Peter-Ording, Vollerwiek
Drehbuch ist auch von Jannis Mieck

Schreibe einen Kommentar