"Der Unsichtbare" gewinnt "Nur 48 Stunden"

Der Wettbewerb "Nur 48 Stunden" gilt nach 11 Jahren Bestehen als Institution in der Filmszene in Schleswig-Holstein. Mit sportlichem Wettkampfgeist stellen sich die Teams der Herausforderung, in nur 48 Stunden einen Film zu schreiben, zu drehen und zu schneiden. Das wie in jedem Jahr ausverkaufte Finale im metroKino Kiel zeigte, dass 2017 wohl das Jahr mit den bisher stärksten Beiträgen ist. Glückliche Gewinner war das Team von "Der Unsichtbare". Wir haben die Macher nach der Preisverleihung zum Interview gebeten.

Ihr habt den “Nur 48 Stunden” Wettbewerb gewonnen. Herzlichen Glückwunsch! Wie fühlt ihr euch gerade?

Lisa Oppermann: Wir sind immer noch ein bisschen überfordert. Wir haben nicht gedacht überhaupt etwas zu gewinnen und jetzt haben wir den ersten Platz gemacht. Und dass, obwohl so viele gute Filme dieses Jahr im Finale gelaufen sind. Das ist total verrückt.

Wie seid ihr auf die Idee gekommen von “Der Unsichtbare”?

Mieke Wöhlk: Das war Nico (Wittke, Anm. der Red.). Er hat die Idee an uns herangetragen und wir fanden sie sofort gut.

Lisa: Nico kam die Idee, als er an einem Zebrastreifen stand und nicht rübergelassen wurde. Er hat sich gefragt, wie es wäre, wenn jemand wirklich unsichtbar wäre. Dazu hatten wir viele schöne Ideen, die wir leider aus Zeitmangel nicht alle umsetzen konnten.

Welche aufwendige Idee wurde rausgeworfen?

Mieke: Uns war es wichtig, dass wir den Unsichtbare in ganz normalen Alltagssituationen zeigen. Es sollte nichts übertrieben werden. Also quasi ein Alltagsunsichtbarer und die Probleme, die er damit hat.

Lisa: Tatsächlich haben wir von dem viel umgesetzt, von dem wir zuerst dachten, dass es zu schwierig wäre. Wir haben aber auch über eine Konstruktion nachgedacht, damit sich der Stuhl bewegt, auf der dem Unsichtbare beim Interview sitzt. Wenn man genau im Film hinhört, hört man das Leder quietschen in dem Moment, wo der Unsichtbare sich anders hinsetzt.

Habt ihr schon vorher Filme gedreht?

Lisa: Ja ich studiere Multimedia Production an der FH, deshalb habe ich schon einige Filme selbst gemacht. Beim 48-Stunden-Wettbewerb habe ich jetzt schon zweimal mitgemacht. Und Mieke hat glaube ich schonmal in einem Film mitgespielt.

Mieke: Ja, das stimmt, aber eigentlich studiere ich Medizin. Wir hatten letztes Jahr schon mitgemacht und das fanden wir wirklich cool. Meine Familie meinte damals, dass wir das nächstes Jahr zum Familienprojekt machen. Also ist das auch ein Film der Wölks und der Crew. Es hat sehr viel Spaß gemacht, weil da trotz des Stresses die ganze Zeit so eine Dynamik da war.

Lisa: Wir hatten einen sehr guten Workflow und deshalb waren wir die meiste Zeit eher entspannt, weil außer ein paar Tonproblemen alles geklappt hat. Im Gegensatz zum letzten Mal waren wir dieses Jahr einfach gut vorbereitet.

Was reizt euch an “Nur 48 Stunden”?

Lisa: Es reizt zu sehen, ob man es schafft in der kurzen Zeit wirklich eine gute Idee umzusetzen und wie weit man gehen kann.

Mieke: Einfach auch wie viele verschiedene Idee dabei herauskommen. Da sind die drei Dinge, die man für den Wettbewerb einbauen muss, die mal mehr, mal weniger offensichtlich zu sehen sind. Dann die Liebe zum Detail, die Diversität ist einfach der Wahnsinn. Es macht Spaß im Kino zu sitzen und sich die Filme anzusehen. Und diese Dynamik, die alle zusammenschweißt. Das reizt sehr.

Die Gewinner im Überblick

1. Platz - Der Unsichtbare (Lisa Oppermann / Nele Wöhlk)
2. Platz - Triplet (Torben Sachert / Olli Ott)
3. Platz - Die drei Stufen des Wahnsinns (Samuel Bereuther)

Publikumspreis - Triplet

Nachwuchspreis - We are (Reinhold Hansen)

Fotos findet ihr auf unsere Fanpage

2. Platz: Triplet

Triplet from Tim Butenschön on Vimeo.

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