Filmkultur Lounge: Ein Interview mit Veranstalter Christoph Zickler

Mit Stoff ausgekleidete Wände, Kerzen, chice Ledersofas und eine Logo-Wand, vor der sich die Besucher*innen ablichten lassen konnten. Die Filmkultur Lounge, die direkt neben dem Kinosaal eingerichtet wurde, war während des gesamten Filmfestes Schleswig-Holstein der Knotenpunkt zwischen Filmemacher*innen und Besucher*innen. Neu in diesem Jahr war das vom Offenen Kanal Kiel eingerichtete Fernsehstudio direkt in der Lounge, von dem aus alle Interviews mit den Filmer*innen live ins Internet gesendet wurden. Damit schufen die Macher Christoph Zickler, Johann Schultz und Daniel Krönke von Filmkultur SH e.V. einen deutlichen Mehrwert für das Filmfest, was von allen Seiten mit großem Lob honoriert wurde. Wir haben mit Christoph über die Philosophie und die Zukunft der Filmkultur Lounge gesprochen.

 

Du hast die Filmkultur Lounge letztes Jahr ins Leben gerufen. Kannst du einmal kurz erzählen, wie ihr angefangen habt?

Wir von Filmkultur Schleswig-Holstein sehen das Filmfest Schleswig-Holstein als Plattform, wo Filmemacher ihre Film präsentieren, Aufmerksamkeit bekommen und auch gemeinsam feiern können. Wir haben mit der Filmwerkstatt Kiel gesprochen, wie wir uns wieder stärker beim Filmfest einbringen können. Ein Vorschlag von Arne Sommer war eine Lounge einzurichten, damit die Filmemacher dort einen Ort haben, um sich zu treffen, sich zu unterhalten, über ihre Filme zu sprechen und vielleicht die nächsten Produktionen zu planen, weil man inspiriert wurde von anderen Filmen und Gesprächen. Das ist die Idee hinter dieser Lounge gewesen.

 

Ihr habt dieses Jahr eine Menge geändert. Letztes Jahr gab es ja noch Seminare in der Filmkultur Lounge. Außerdem war die Lounge in einem alten Ladengeschäft in der Einkaufsstraße eingerichtet. Was habt ihr alles neu gemacht dieses Jahr?

Letztes Jahr war das eine sehr kurzfristige Sache, deshalb mussten wir uns Räumlichkeiten in der Nähe anmieten. Diesmal sind wir direkt neben dem Kino. Das ist deutlich entspannter und viel schöner für die Filmemacher, weil sie nicht mehr rüber laufen müssen und vor allem direkt mitbekommen, dass hier die Lounge ist. Wir haben die Lounge nochmal deutlich besser eingerichtet und eine Raumgestalterin dazu genommen, die uns die Wände verkleidet hat, damit die kahlen, weißen Wände nicht zu sehen sind. Es ist wichtig, das die Lounge richtig gemütlich ist. Wir haben vom Stiftungszentrum Schleswig-Holstein eine schöne Sofa-Ecke geliehen bekommen, auf der dann auch die Interviews stattfinden und auch die Sofas für die Besucher sind dieses Jahr deutlich gemütlicher. Insgesamt ist dieses Jahr alles 100 Mal schöner und 100 Mal gemütlicher, wenn man hier reinkommt. Man fühlt sich gleich wie zu Hause.

 

Bild: Daniel Krönke

 

Ihr habt auch am Format etwas geändert. Stichwort Live-Übertragung.

Nach jedem Programm gibt es bei uns ein Q&A (Fragen und Antwort) mit den Filmemachern, das live auf Facebook übertragen wird. Wir hatten super spannende Filmgespräche.

 

Ihr habt auch eine tolle Wand, vor der man sich fotografieren lassen kann.

Genau, das hat dem Filmfest immer noch gefehlt. Jetzt haben wir eine Logowand mit den Logos der Ausrichtern. Die Leute können sich davor ablichten lassen und es kommt dann auch im Internet ein richtiges Filmfestival-Gefühl auf. Ich denke es macht einen riesen Unterschied, ob man sich vor einer Logowand oder bloß neben einem Plakat ablichten lässt. Einfach weil die Leute diese Logowände kennen und das sofort als Filmfest assoziieren.

 

Die Filmkultur Lounge wird nur exklusiv auf dem Filmfest SH stattfinden oder habt ihr da noch andere Pläne?

Das ist natürlich unser Traum, dass wir damit noch weiter gehen. Schleswig-Holstein hat ja einige Festivals und auch noch andere Filmveranstaltungen. Ich weiß noch nicht, ob wir das in diesem großen Rahmen machen, aber grundsätzlich sind wir offen dafür, das auch an anderen Orten zu machen, sofern wir die Unterstützung von den Veranstaltern bekommen.

 

Und ist bei dem Format Filmkultur Lounge Live auch noch weiteres geplant?

Ja grundsätzlich haben wir richtig Lust drauf diese Filmgespräche weiter zu führen, zum Beispiel bei Premieren.

Die Interviews können übrigens weiterhin im Internet abgerufen werden auf Facebook: Filmkultur Lounge.

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