Flensburger Kurzfilmtage: Ein Paradies für kreative Köpfe

Die Flensburger Kurzfilmtage geben Filmschaffenden eine Plattform und halten Fortbildungsmöglichkeiten für Flensburger Studenten bereit. Bis zum 15. Juli kann man seinen Film einreichen.

 

Ein Artikel von Samuel Bereuther

Ein Haufen Arbeit

Es ist ein Vollzeitjob für Maja Petersen. Im Januar beginnt ihre Arbeit mit der Beantragung der Fördermittel, weiter geht es mit den Vorbereitungen der Ausschreibungen – bis das Festival endlich im November in den Startlöchern steht, ist Einiges zu erledigen. „Jetzt ist eigentlich die ruhigste Zeit“, erzählt Maja beim Interview in ihrem Büro an der FH Flensburg, „Richtig los geht es dann, wenn die Anmeldefrist am 15. Juli gekommen ist und die Sichtung der Filme beginnt.“

 

Das Festival wächst!

Dabei hätte niemand erwartet, dass das Event jemals so groß werden würde. Im Jahr 2001 fanden die Filmtage das erste Mal unter der Leitung von Karsten Wiesel und Lars Diederichsen statt, deren erklärtes Ziel es war, die Bandbreite der Erscheinungsformen der Filmkunst sichtbar zu machen. „Das fand damals im sehr kleinen Rahmen unter dem Titel ‚Brot und Spiele‘ statt. Aber als die Veranstaltung Jahr für Jahr immer größer wurde, schafften sie es nicht mehr, das Festival als Nebenbeschäftigung zu organisieren“, erinnert sich Maja Petersen. Damals hatte sie mit einem Lehrkollegen einen Animationswettbewerb an der Fachhochschule ins Leben gerufen und suchte einen Rahmen, in dem sie die Filme zeigen konnte. „Dadurch kamen wir in Kontakt mit den beiden und sie holten mich mit ins Boot. Mittlerweile bezahlt mich die Hochschule für die Organisation der Filmtage, wir sind sogar ein eingetragener Verein.“

 

Filmtage auf dem Lehrplan

Inzwischen sind die Flensburger Kurzfilmtage zu einer festen Instanz in der nordischen Filmszene geworden, mit Einreichungen aus ganz Deutschland und Dänemark. Für das Kinder-Kurzfilmprogramm „Rolle Vorwärts“ gab es dieses Jahr über 2500 Anfragen, sodass manche sogar abgelehnt werden mussten. Doch das Flensburger Großereignis ist mehr als nur ein Wettbewerb: Studierende beider Hochschulen sind das ganze Jahr auf allen Ebenen beim Festival eingebunden.

„Das geht von den Flyern über den Trailer auf unserer Website bis hin zum Banner, das am Deutschen Haus hängt“, erzählt Petersen, „Mittlerweile arbeiten wir auch mit der Europa-Universität in Flensburg zusammen; die Sichtung der Filme wird von Germanistikstudenten durchgeführt.“ Selbst die schicken Trophäen für die Sieger stammen aus Studentenhand. „Daran können die üben, die Holztechnik an der FH studieren. Die Kurzfilmtage sind eben für alle von Vorteil.“

 

Wer darf teilnehmen?

Vergeben werden die verschiedensten Preise in den Kategorien Fiktion, Non-Fiktion, Animation und Wagnis („für die innovativste, spannendste Idee“) die allesamt jeweils mit einem Preisgeld von 1000 Euro dotiert sind. Außerdem werden zwei Publikumspreise für die deutsche und die dänische Kategorie vergeben. Wichtig ist Petersen dabei zu erwähnen, dass die ausgewählten Filme keinesfalls dem Mainstream entsprechen müssen: „Die einzigen Kriterien sind: Der Film muss kürzer als dreißig Minuten sein und jünger als zwei Jahre. Schließlich vergeben wir unsere Preise nicht für Perfektion. Der Film muss mitreißen, eine Geschichte erzählen.“

Wer mit seiner Produktion sein Glück versuchen möchte, hat dazu noch bis zum 15. Juli Zeit. Weitere Informationen zum Festival und zum Einreichungsverfahren findet Ihr auf diesen Seiten:

http://www.flensburger-kurzfilmtage.de/
https://www.facebook.com/flensburgerkurzfilmtage/

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