Filmdreh „Frau Rose“

Alzheimer und Demenz gehören zu den häufigsten Krankheiten bei Menschen über 65 Jahren und verlangt sowohl Erkrankten als auch Verwandten und Pflegekräften viel ab. Zehn Studenten der FH Kiel wollen auf die Dringlichkeit dieses Themas aufmerksam machen und arbeiten aktuell an ihrem Kurzfilmprojekt „Frau Rose“. Unterstützen könnt ihr sie über eine Crowdfunding-Aktion auf Startnext. Wir haben mit Lana Riedel und Rebecca Rahel Schmidt über das Projekt gesprochen.

 

Worum geht es in eurem Film?

Unser Kurzfilm „Frau Rose“ handelt von einer älteren Dame die an Demenz leidet und fälschlicherweise in dem Glauben ist, dass sie nach Rom reisen wird.

Wie seid ihr auf das Thema gekommen oder warum war es euch so wichtig?

Die Idee kam uns, als wir uns immer wieder Geschichten von unseren – leider verstorbenen – Großeltern erzählten. Dabei kamen wir unausweichlich auf das Thema Demenz bzw. Alzheimer und unsere persönlichen Erlebnisse mit dieser Krankheit.
Uns wurde die Dringlichkeit des Themas bewusst. Dabei kam uns die Idee, einen Film darüber zu machen.
Nach einiger Recherche und vielen Überlegungen wurde uns bewusst, dass die von Demenz betroffenen Menschen auch ihre guten Momente haben. Und vor allem, dass sie nicht zwangsläufig unter der Krankheit leiden, so wie die Familienangehörigen. Viel eher scheinen Demenzkranke in ihrer eigenen Welt zu leben, die sie mit alten Erinnerungen auffüllen.
Unser Ziel ist es mit unserem Kurzfilm „Frau Rose“ den Menschen die Augen zu öffnen, wie präsent Demenz ist.
Zusätzlich wollen wir mit den Vorurteilen bezüglich Pflege – und Altersheimen aufräumen, da es sich nicht darum handelt, Personen abzuschieben, sondern sie – im besten Fall – vor sich selber zu schützen.

Dezember ist ja eher eine schwierige Zeit zum Filmemachen. Wie habt ihr die Dreharbeiten organisiert, um wetter- und lichttechnisch bedingten Problemen aus dem Weg zu gehen?

Der Drehtermin im Dezember bedeutete mehr Aufwand beim Dreh- und Dispositionsplan. Auf der einen Seite hieß das für die Innenaufnahmen, dass keine Fenster im Bild zu sehen sein durften, da unser Film tagsüber spielt und man im Dezember nur vier bis fünf Stunden Tageslicht zur Verfügung hat. Außerdem mussten wir verstärkt auf die Lichtsetzung achten, um Tageslicht zu simulieren.
Für den Außendreh war es wichtig, echtes Tageslicht zur Verfügung zu haben. Deshalb mussten wir im Vorfeld die Szene und deren dazugehörige Einstellungen genau durchplanen und als Team zügig arbeiten. Auch die niedrigen Temperaturen und der Kieler Wind erforderten eine schnelle Arbeitsweise. Immerhin war uns das Kieler Wetter für den Außendreh wohl gesonnen.

Wie kann man euch bei eurem Projekt unterstützen?

Damit wir diesen Film – der uns sehr am Herzen liegt – realisieren können, benötigen wir noch dringend finanzielle Unterstützung! Schaut doch einfach mal auf unserer Startnext-Seite vorbei: www.startnext.de/frau-rose
Wenn euch unser Projekt gefällt, könnt ihr uns mit dem einen oder anderen Euro sehr gerne weiterhelfen.

Das Interview führte Jessica Dahke mit Lana Riedel (Regie-Assistenz, Drehbuch, Ton, Tonschnitt) und Rebecca Rahel Schmidt (Regie, Drehbuch, Casting, Bildschnitt)

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