Nachbericht vom Godot Filmfestival

Das Godot Filmfestival fand in diesem Jahr das erste Mal statt. Kaweh Kordouni, selbst Filmemacher, lud Mitte Oktober in sein Künstlercafé Godot ein. Die Trophäe für den besten Film des Abends gestaltete Jan Gruber.

 

Ein Bericht von Jessica Dahlke

Vor vollem Haus und auf zwei Leinwänden begann das Festival mit “Der brennende Bus von Kiel”, eine Mocumentary, die schon jetzt Kultstatus genießt. Peter Ahlers und sein Team, die auch für den im Sommer gedrehten Trash-Film Skatecop verantwortlich sind, zeigten wie gewohnt ihren eigenen Blick auf ein Phänomen, das es nur in Kiel geben kann.

Die Kronshagenerin Margareta Kosmol beschäftigt sich in ihrem Film “Die Zukunft liegt in unseren Händen” mit der Zeit kurz vor dem Schulabschluss. Dabei findet sie interessante Bilder und kann die Stimmung der Schüler auf hervorragende Art und Weise einfangen. An diesem Abend wird sie den dritten Platz belegen.

 

 

Jan Gruber widmet seinen Film dem Expressionisten „Kirchner“ und lässt ihn in gelungenen Zeichnungen wieder aufleben. Einziges Manko ist der Ton, der im besten Falle noch einmal überarbeitet werden sollte.

Premiere hatte auch mein Film “This True Element”, ein Experimentalfilm, der an der Muthesius Kunsthochschule entstanden ist. Ebenfalls wie Sarang Arias “Der Wind wird uns tragen”, der mit schönen Bildern das Gefühl der iranischen Sehnsucht nach Freiheit transportiert.

Dem Lyrischen von Rilke widmet sich Jörg Meyer in seinem neuen video.poem “Orfeo.ritornell”.

Mit “311” zeigt Sven Heid, dass er sich auch außerhalb seiner Zombie-Klassiker und Noir-Filme an neue Stoffe herantraut. Makaber darf es natürlich weiterhin sein, wenn drei Mädels den Tod ihres Mitbewohners vertuschen wollen.

 

 

Sieger des Abends wird verdientermaßen ein weiteres Meisterstück des Makaberen. “Die eilten Sonnenscheidts” von Johann Schulz. Nach diesem Film möchte man keine Puppen mehr in seiner Nähe haben.

Zweiter Sieger wird “Das Märchen von Maler”, ein Zeichentrick Filmprojekt der FH Kiel mit realen Schauspielern. Schnell kommen da Erinnerungen an alte Kinderfilme hoch.

Zum Abschluss gibt es dann noch den Hamburger Kurzfilm “Tension” von René Wiesner und Patrick Templin, der leider nach ein paar Sekunden schon das erahnen lässt, was in den restlichen Minuten geschieht.

Als Preis gab es jeweils Gutscheine vom Café Godot, die vom Café und von Söth Filmproduktion gespendet wurden.

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