Maria kommt auf den Mitbewohner – Projektschau der FH Kiel

Wie in jedem Jahr lud die FH Kiel diente auch letzten Montag zur großen Projektschau des dritten Semesters Multimedia Production. Für viele der Studierenden war es das erste Mal, ihren Film auf großer Leinwand zu sehen. Die Erstlingswerke hatten genaue Vorgaben bekommen. Das Thema in diesem Jahr: Maria bekommt einen neuen Mitbewohner. Der Film soll eine Komödie sein. Auf einen lustigen Abend durften wir uns also freuen.

Bericht: Jessica Dahlke

Der erste Film

Keiner der Filme war wirklich perfekt. Hier ein Tonproblem, da eine holprige Dramaturgie und das Filmlicht in den meisten Fällen solala. Aber für Perfektion ist der erste Film ja auch nicht da. Was jedoch sofort positiv auffällt ist die hohe Anzahl an professionellen Schauspielern, die den Filmen trotz technischer Probleme eine gewisse Qualität gaben. Auch die Dramaturgie hat sich zu vorherigen Semestern deutlich verbessert.

Erst pitchen, dann drehen

Frei nach dem Motto „Learning by Doing“ stößt die FH Kiel seit Gründung des Moduls AV (Audiovisuelle Medien) ihre Studierende ins kalte Wasser. Verpflichtend ist inzwischen jedoch ein Pitch, an dem ich im Winter selbst als Jurymitglied teilgenommen habe. Hier müssen die Studierenden ihre Idee vor hochschulfremden Experten vorstellen und erhalten im Gegenzug Tipps, wo noch nachgebessert werden kann. In der Jury waren u.a. Arne Sommer, Chef der Filmwerkstatt Kiel und selbst Drehbuchautor, der Drehbuchlehrer Bartosz Werner und die Leiterin der Drehbuch Werkstatt Anna Lena Möller.

Das waren die Highlights des Abends

Trotz enger Vorgaben ist insgesamt ein buntes Programm mit vielen tollen Ideen herausgekommen.

In der Reihe der besonders interessanten Filme findet sich zum Beispiel „Cast me if you can“. Maria, Töchterchen aus gutem Hause, soll einen Mitbewohner finden, doch keiner kann den Ansprüchen des Vaters genügen. Der Film spielt mit klaren Stereotypen, versteht es aber sie für eine gute Comedy zu nutzen.

Sympathisch kommt der Kurzfilm „Verzettelt“ herüber, fantastisch gespielt von Arne Berner und Jule Nero. Ihr Mitbewohner hat einen PostIt-Fimmel und weiß nicht, wie er ein Vorstellungsgespräch überstehen soll. Sie versucht seine verkrampfte Art zu lösen.

In „Süße Versuchung“ versucht die Protagonistin ihren Speck mit einem Personal Trainer in Form eines Roboters wegzubekommen. Der Roboter nimmt es mit dem Abnehmen aber sehr genau und macht seiner Klientin die Hölle heiß. Da bleibt kein Lacher aus.

In „Oscar“ entdeckt Maria, dass ihr blinder Mitbewohner eine etwas merkwürdige Beziehung zu seinem Bonsai pflegt. Die Situation eskaliert, als er bemerkt, dass sie den Bonsai namens Oscar übergossen hat.

Was machen Nerds, wenn sie eine Frau finden wollen? Richtig, sie folgen einem Schaltplan, den sie in einer IT-Zeitschrift gefunden haben. Der „Love Calculator“ führt jedoch beinah in die Freundesfalle. Auf eine solch witzige Idee muss man erstmal kommen.

Mehr Informationen zum Studiengang Multimedia Production findet ihr hier.

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