Crowdfunding | Motten im Kopf (Kurzfilm)

Karl ist ein Eigenbrödler und Fan von „Die Drei Fragezeichen“. Getreu den Worten von Steve Jobs (“Stay hungry. Stay foolish.”), möchten die Filmemacher von „Motten im Kopf“ zeigen, dass Ausdauer und ein gewisser Grad an Wahnsinn dabei helfen können, Fantastisches zu erleben und seine Träume zu erfüllen. Unterstützt wird das Kurzfilmprojekt von einer Crowdfunding-Aktion auf Startnextt. Wir haben mit den Machern Jan-Eric Krajewski und Sascha Würker über das Projekt gesprochen.

Erzählt einmal kurz, wie ihr zum Filmemachen gekommen seid?

Jan: Ich habe damals ein Praktikum beim Offenen Kanal Hamm absolviert. Eigentlich wollte ich nur wissen, wie man Videos schneidet. Der Sendeleiter ist aber schnell auf mich aufmerksam geworden und im Nu unterstützte ich seine kleine Produktionsfirma, die Kinderkrimis produziert. Anfangs wurde ich als Set-Runner und Cutter eingesetzt und beim letzten von mir betreuten Projekt habe ich die Aufnahmeleitung übernommen.

Sascha: Filme haben mich schon immer interessiert. Die Plots, die Schauspieler und ganz besonders die Regisseure. Aber es blieb immer nur beim Filme schauen. Bis ich mein Medientechnik-Studium begonnen habe. Dort habe ich die Anwendung der notwendigen Technik fürs Filmemachen erlernt und konnte mich voll und ganz auf das Kreative stürzen. Um notwendige Erfahrungen auch am Set zu sammeln, arbeitete ich bei einer ZDF-Filmproduktion in Köln als Set-Runner.

Worum geht es in eurem Film?

In Motten im Kopf geht es um einen Studenten namens Karl. Er ist Fan von „Die Drei Fragezeichen“ und liebt Tierdokumentationen. In Kiel absolviert er mittlerweile sein drittes Studium – die vorherigen hat er abgebrochen. Von Außenstehenden wird Karl belächelt und als Eigenbrötler wahrgenommen. Dabei macht er sich nur nichts aus Alkohol, Partys und oberflächlichen Kontakten. Im Laufe der Geschichte muss er aber mit seinen Prinzipien brechen, um am Ende ein großes Rätsel lösen zu können.

Wir sehen unseren Film als eine Art Abenteuermärchen an. Also eine Mischung aus Gute Nacht Geschichte und Indiana Jones. Allerdings ist die Figur des Dr. Henry Jones dann doch ein wenig cooler als die unseres Karls. Der Entdeckungsdrang und der nötige Trotz, sich nicht von seinen Zielen abhalten zu lassen, sind aber bei beiden gleich.

Wieso habt ihr euch fürs Crowdfunding entschieden?

Der Film entsteht im Rahmen unseres Multimedia Production-Studiums an der Fachhochschule Kiel. Da wir in dieses Projekt so oder so eine Menge Energie stecken mussten, haben wir uns dazu entschlossen das Ganze ein wenig größer aufzuziehen als nötig. Zwei Schauspieler kommen zum Beispiel aus München und Stuttgart und die Crew besteht aus 10 freiwilligen Helfern. Diese Meute musste natürlich versorgt werden und das kostet Geld.

Der anfänglichen Planung haben wir unser Eigenkapital zugedacht. Wir wollten nicht „über unsere Verhältnisse drehen“ und eine Abhängigkeit von Familie und Fans erzeugen. Der Film sollte ja so oder so fertiggestellt werden. Um das arme Studentenportemonnaie aber zu entlasten, haben wir uns für eine Startnext-Kampagne entschieden. Diese deckt zwar nicht alle geplanten Kosten ab, hilft uns aber dabei unseren Dispo wieder auszugleichen. Das Crowdfunding ist zusätzlich ein Experiment. Wir beide kannten diese Form der Finanzierung bisher nur von der Spenderseite und sind sehr gespannt, ob das Prinzip jetzt für Motten im Kopf funktioniert.

Wie geht es weiter mit „Motten im Kopf“?

Wir haben jetzt noch drei Szenen, die gedreht werden müssen. Danach gönnen wir uns, wegen zwei anderer Abgabetermine im Studium eine kurze Pause vom Film. Bis auf die Materialsichtung und die grobe Vorauswahl schaffen wir bis Mitte Dezember nichts weiteres. Danach soll es aber relativ zügig weitergehen. Die Mutter von Karl und der Erzählertext werden noch eingesprochen und bis Mitte/Ende Februar möchten wir den fertigen Film in den Händen halten. Anfangs war eine kleine Premiere geplant. Da wir aber von den ersten Drehtagen und vor allem von unserem Hauptdarsteller Markus Michalik sehr begeistert sind, haben wir ein gutes Gefühl, dass es unser Film ins Programm diverser Kurzfilmfestivals schafft. Die zeitliche Planung steht also noch aus und wird uns gerade in der vorlesungsfreien Zeit zum Jahresanfang auf Trab halten.

Vielen Dank für das Interview.

Bis zum 20. Dezember 2014 habt ihr die Möglichkeit die beiden Filmemacher auf Startnext zu unterstützen. Hier geht es zum Projekt.

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