Finale „Nur 48 Stunden“ – Das Familientreffen der Filmszene

42 Teams haben vom 17. bis 19. Mai Filme gedreht. Unter dem Motto „Endstation“ konnten sie kreativ werden. Vierzehn von ihnen haben es in diesem Jahr in das Finale des „Nur 48 Stunden“-Wettbewerbs geschafft, des wohl schnellsten Filmwettbewerbs des Landes. Im metroKino wurden nun die Sieger gekürt.

Ein Bericht und Bilder von Anna Lena Möller

Viele Protagonisten hießen in diesem Jahr Ella und Valentin, denn das war eines der Elemente, welche die Filmemacher*innen in diesem Jahr in ihrem Film unterbringen mussten. Eine Vorgabe, die sicherstellen soll, dass der Film tatsächlich in 48 Stunden gedreht wird. Daneben sollte eine Yoga-Übung und ein Versprecher untergebracht werden. Und so schallte immer wieder ein Lachen durch den Saal, ob der kreativen Lösungen, die die Filmemacher*innen gefunden haben.

Kameramann Björn Kurtenbach im Gespräch mit Daniel Kröhnke (Filmkultur SH)

Genrefilme und besondere Filmtechnik auf dem Treppchen

Die Konkurrenz war stark in diesem Jahr. Und wie jedes Jahr gab es ein paar Filme, die rein stilistisch sich von den anderen abhoben. Da gab es „Space Out“ von Reinhold Hansen, das sich den filmischen Mitteln eines Musikvideos bediente. Da war der Dokumentarfilm „Ich liebe dich“ von Oliver Boczek und die Mockumentary „Endstation“ von Jackie Gillies. Letztere konnte sich nicht nur über den dritten Preis, sondern auch über den Publikumspreis freuen.

Jackie Gillies und Team

Eine Auszeichnung gab es auch für den Stop Motion Film „Haimweh“ von Leonore Reuleke, eine Filmform, die nur selten in diesem Wettbewerb verwendet wird. Dieses Projekt gewann den Zweiten Preis.

Gewinnerin Leonore Reuleke

Nachwuchs und alte Hasen

Die jüngsten Teilnehmer*innen des Wettbewerbs waren 12 Jahre alt. Mit Terra präsentierte Tim Bielefeld einen Endzeit-Film, für den er am Ende des Abends mit dem Nachwuchs Preis ausgezeichnet wurde.

Viele alte Wettbewerbshasen schaffen es ebenfalls ins Finale. Da ist „Aufwärts“ von Johann Schultz, ein Wettbewerb zwischen Fahrstuhlfahrer und Treppensteigerin mit einer gewohnten Prise Surrealität. Da ist „Liar’s Dice“ von Torben Sachert und Olli Ott, die sich nach der bildgewaltigen Mise-én-Scene im vorigen Jahr für ein reduziertes Kammerspiel eingelassen haben. Da ist der Genre Mix „Rewinders“ von Janis Lippisch mit seiner sehr norddeutschen Verfolgungsjagd mit der Schubkarre und Merlin Slamanigs actiongeladener Agenten Thriller „Tripplem“ sowie „Kopfkino“ von Junit Weber.

Und der Preis geht an …

Die Jury bestehend aus Julia Gläsker, Matthias Fey und Felix Arnold verlieh am Ende des Abends den Jürgen-Prediger Preis an den Film „Zwei Halbe Hähnchen“ eine augenzwinkernde Mockumentary über einen Stand für gebratene Hähnchen, der gleichzeitig auch als Dating-Börse fungiert.

Jantje Knecht und Team gewannen den ersten Preis

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