Wie Studenten das Gruseln lernen

In den letzten beiden Semestern haben die Studierenden der Medienwissenschaft an der CAU Kiel nicht nur unzählige Horrorfilme geschaut und analysiert, sondern haben in den letzten Monaten auch selber hinter und teilweise vor der Kamera gestanden. Dabei herausgekommen sind drei Kurzhorrorfilme, die am 25. April 2018 um 19 Uhr im Kino in der Pumpe Premiere feiern.

von Anna Lena Möller

Es ist das Ende eines langen Prozesses der im Wintersemester 2016/17 mit der theoretischen Beschäftigung mit Horrorfilmen anfing und durch mehrere filmpraktische Workshops im Sommersemester 2017 ergänzt wurde: So lud Seminarleiter Dr. Eckhard Pabst beispielsweise den Berliner Regisseur Christian Mertens ein, der in einem Workshop den Studenten das Drehbuch Schreiben näher brachte. Des Weiteren konnte auch ein Kameraworkshop besucht werden der die Grundlage für die bevorstehenden Dreharbeiten schaffte. „Vor der handwerklichen Umsetzung habe ich echt Respekt. Ein Drehbuch schreiben ist eine Sache, aber Schauspieler zu finden und alles so zu filmen, dass es auch gut aussieht – das wird bestimmt gar nicht so einfach“, so die Studentin Lea Eckert.

Je näher der Drehtermin rückte desto mehr organisatorische Fragen mussten die Gruppen von ihrer Liste abhaken: Woher bekommen wir geeignete Schauspieler? Woher eine Location? Welches Licht nutzen wir? Wie sehr hallt ein Badezimmer? Und auch an die Postproduktion musste gedacht werden: Wer übernimmt den Schnitt? wer die Nachbearbeitung der Audiospur? Wer das Colourgrading? „Es ist ein komisches Gefühl, dass der Film jetzt wirklich fertig ist“, sagt Lea, „Ich bin schon gespannt wie die Zuschauer und die anderen Gruppen reagieren“. An dem Seminar gefiel ihr am meisten, selbst aktiv zu werden und die Produktion eines Filmes mit ganz anderen Augen wahrnehmen zu können.


Insgesamt drei Filme feiern im Kino der Pumpe nun Premiere. Obwohl die drei Filme alle aus dem Genre Horror stammen sind sie sehr verschieden, und doch haben sie eines gemeinsam: Sie erzählen die Geschichten von drei Frauen.

In „5 Stars“ lernt eine junge Backpackerin aus Island die hässliche Seite des Couchsurfings kennen als sie in einem abgelegenen Haus strandet, während in „Natalie“ Traum und Wirklichkeit immer weiter miteinander kollidieren als die Protagonistin von ihrer Vergangenheit eingeholt wird. In „Draugr“ hingegen dringt Lynns Unterbewusstsein nach und nach an die Oberfläche und bedroht ihre bekannte Welt.

Die Premiere ist bereits ausverkauft doch keine Sorge: Am 04./05. Mai folgen weitere Screenings im Kino in der Pumpe, Kiel.

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