Workshop Pressearbeit: Mit Kaffee-Flatrate in geselliger Runde

Am 10.3.19 hat unser Autor Dorian den Workshop „Pressearbeit und PR für Film- und Medienprojekte“ besucht. Als ehemaliger Kulturredakteur und Filmemacher kennt Kursleiter Sven Bohde sein Metier und teilt es gern mit den Filmschaffenden. Der Workshop wurde vom Verein Filmkultur Schleswig-Holstein e.V. organisiert. 

Bericht: Dorian Bøyesen

Der Workshop hatte das Ziel, Besonderheiten von Medienprojekten herauszukristallisieren, auf die bei einer Einreichung oder der Pressearbeit hingewiesen werden kann. Die Teilnehmer sollten ein Gespür dafür bekommen, wie sie am geschicktesten über ihre Werke schreiben, um Aufmerksamkeit zu erreichen – mit Rücksicht auf die sogenannten W-Fragen (Wer?, Was?, Wann?, Wo?, Wie?) und durch einfache Wörter in kurzen Sätzen zum Beispiel. Nach einer Kennenlernrunde ging es zunächst um Nachrichtenfaktoren. Danach schrieben die Teilnehmer Kurzbeschreibungen über ihre Projekte.

Es wurde die Wichtigkeit von Lokalität, Prominenz betont sowie Grundlagen im Netzwerken. Danach wurden Pressemitteilungen  des eigenen Films geschrieben, die dann durch Sven Bohde an die Leinwand gebeamt wurden, kommentiert, editiert und in der Gruppe diskutiert.

Über die Festivalsuche und wie man den Film anmeldet wurden wertvolle Tipps gegeben, und ich hatte durchgängig das Gefühl, dass Sven sich sehr gut auskennt.

Ob German-Films.de, Biennale-Einreichung, Filmfreeway, Realport, Interfilm Berlin oder Augohr.de, die z.B. „Die Badewanne“ herausbrachte, konnten die Teilnehmer*innen sehr viel lernen, insbesondere was zu beachten ist bei jeweiligen Festival-Einreichungen.

Bei der Pressemitteilung lernten wir, dass die Betreffzeile perfekt sein muss, und z. B. eigentlich mit einer Leerstelle geschrieben wird, logisch, macht bloß keiner.

Das Background-Know-How war deutlich zu spüren, wenn also ein*e Kulturredakteur*in oder Journalist*in 100 Mails am Tag bekommt, muss die Betreffzeile, Titel, Untertitel eben die  Aufmerksamkeit fangen können. „Die Kunst ist es, den Journalisten zu zeigen, dass sie eine Exklusiv-Story bekommen“ [Sven Bohde].

(Wichtig ist zudem der Presseverteiler, Kontakte, soziale Medien, lokaler, regionaler, bundesweiter Journalismus, und ein Blick in die allgemeinen Verteiler lohnt sich auch, z. B. Medienverzeichnis der IHK.

Schlussendlich geben Anlässe eine gute Gelegenheit seinen Film zu promoten, seien es Jubiläen, Auszeichnungen, Premieren, Anlässe mit regionalem Bezug. Für eine Festival-Tour gibt es verschiedene Fördermöglichkeiten, Deutsche Botschaften, Goethe Institut, Präsentationsförderung.)

Mehr Infos zu Sven Bohde finden Sie hier: https://bohde-medien.de/

Bild: Sascha Witt

Schreibe einen Kommentar