DIE SOMMERSPROSSE (D 2015, Frédérique Veith)

Frédérique Veiths Adaption des Kinderbuchs von Thomas J. Hauck erzählt vor der malerischen Kulisse norddeutscher Sommerlandschaft die Geschichte der siebenjährigen Tilli (Ricarda Tillmann). Als eines Tages eine ihrer geliebten Sommersprossen verschwunden ist, befürchtet sie, ihren besten Freund Tim (Henrik Puls) ebenfalls zu verlieren.

Eine kleine Geschichte über Freundschaft

Eine kleine Geschichte, die große Fragen behandeln möchte. Worauf basiert eine Freundschaft? Woher kann man wissen, ob Freunde auch Freunde bleiben werden? Was verbindet, und was kann einen ausgrenzen? Besonders als Kind kann ja ein Problem, klein wie eine Sommersprosse, ganz groß und wichtig erscheinen.

Licht und Schatten

Die wunderschönen, sonnigen Bilder des Films, der beim Filmfest Schleswig-Holstein seine Premiere feierte, erinnern uns daran, wie geradezu magisch schön Deutschlands Norden gerade auch im Sommer sein kann. Die Kinderdarsteller sind entzückend und machen ihre Sache gut. Schade ist nur, dass es dem Film immer wieder am rechten Timing fehlt und die Darsteller ihre Zeilen im Allgemeinen eher bemüht aufsagen, als dass sie wirklich als Figuren überzeugen.

Mit Kinderaugen sehen

Das Hauptzielpublikum des Films sind wiederum natürlich Kinder und nicht erbsen- oder gar sommersprossenzählende Erwachsende. Die genannten Mängel mögen den kleinen Zuschauern am Ende vielleicht gar nicht groß auffallen, und so kann man sich gut vorstellen, dass sie mit „Die Sommersprosse“ einfach ihren Spaß haben und für sich die Erkenntnis mitnehmen, dass es bei einer echten Freundschaft nicht auf Äußerlichkeiten wie eine fehlende Sommersprosse und andere Kleinigkeiten ankommt.

DIE SOMMERSPROSSE
Deutschland 2015
Tilli: Ricarda Tillmann
Tim: Henrik Puls
Tillis Mutter: Stephanie Stremler
Tims Vater: Matthias Hinz
Frau Sommer: Evelyn Cron
Herr Fink: Thomas J. Hauck
Eisverkäufer: Guiseppe Messina
Buchadaption und Regie: Frédérique Veith
Produktion: Micah Magee
Kamera: Jide Tom Akinleminu
Schnitt: Lorna Hoefler Steffen
Ton: Manja Ebert
14 Min.

Bericht: Benjamin Bräuer

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