Kim-Kevin Weinbach über DIE TOTE IM UNTERHOLZ (Krimi)

Kim-Kevin Weinbach ist Filmemacher und Schauspieler aus Nordfriesland. Zusammen mit Kai Uwe Wedel hat er den Hamburger Krimi DIE TOTE IM UNTERHOLZ koproduziert. Zum betreibt er die sehr erfolgreiche Facebook-Gruppe „Norddeutscher Film“. Wir haben ihm ein paar Fragen gestellt.

Hallo, du bist Indie-Filmer aus Schleswig-Holstein und hast letztes Jahr deinen ersten Langfilm herausgebracht. Worum geht es in diesem Film?

Der Film handelt von einem Ex-BKA-Beamten, der der Hamburger Polizei bei Ermittlungen zu einem Mordfall im Volkspark helfen soll. Dabei wird nicht nur er, sondern auch seine neue spanische Kollegin ihr wohl spannendste Abenteuer erleben. Ein Krimi, bei dem man erst kurz vor Schluss erfährt, wer der Mörder ist. Mitfiebern und raten wird für jeden Zuschauer ein absoluter Kriminalspaß werden.

Es ist ein Hamburger Krimi aus der Feder von Kai Uwe Wedel, den ich koproduziert habe und selbst eine kleine, aber feine Rolle spiele. Nachdem wir in Uetersen die Premiere hatten, lief er einige Male in kleinen Programmkinos. Für eine kleine Produktion wie wir es sind und Staubwedel Filmproduktion von Kai Uwe Wedel ist es nicht einfach, einen Film, der mit privaten Mitteln finanziert wurde und ohne Verleih ans große Publikum zu bringen. Inzwischen hat Herr Wedel, der nicht nur Hauptproduzent und Drehbuchautor vom Film ist, sondern auch die männliche Hauptrolle spielt, es geschafft, das unser Film bald auf DVD rauskommt. Der Vertrag mit einer Kleinen Hamburger Firma wurde gerade unterzeichnet. Natürlich können wir uns nicht mit Blockbustern messen, aber wir haben einen schönen TVtauglichen Krimi geschaffen.

 

 

Wie bist du zum Film gekommen?

Zum Film hat mich König Zufall gebracht. Beim örtlichen Supermarkt hing ein Zettel am schwarzen Brett, über den man Komparsen für einen ZDF Krimi (UNTER ANDEREN UMSTÄNDEN) gesucht hat. Ich habe mich einfach mal beworben und wurde angenommen. Beim Dreh wurden mir dann Agenturen empfohlen, bei denen ich mehr Jobs vor der Kamera bekommen konnte. Nach einige Zeit als Komparse trat König Zufall wieder heran und ich wurde gefragt, ob ich mir Text zutrauen würde. So wurde aus etwas Text immer mehr und ich bekam neben Großstadtrevier, Notruf Hafenkante auch bei großen US-Produktionen, u.a. mit Kim Basinger, Größeres im kleinen Rahmen. Im Laufe der Zeit dachte ich mir, warum nicht auch mal Filme machen? So entstanden erste, kleine (sehr schlechte) Kurzfilme, die dann immer aufwändiger und professioneller wurden.

Was bedeutet es ganz konkret Indie-Filmemacher zu sein? Wie finanziert man sich zum Beispiel und wie läuft der Vertrieb der Filme?

Indie ist vielleicht nicht das richtige Wort für mich. Ich sehe mich als Filmemacher aus Leidenschaft, der mit seinen Filmen, die nicht kommerziell sind, seine Leidenschaft auslebt. Finanzieren tue ich aus eigener Tasche und durch viele Freunde, die mir mit Equipment und Hilfe zur Seite stehen. Meine eigenen Filme werden nicht vertrieben, sondern fürs breite Publikum online gestellt.

 

 

Filmemachen in Schleswig-Holstein. Worin besteht deiner Meinung der Unterschied zu Medienhauptstädten wie Berlin, München, Köln oder München?

Einen Unterschied zu Medienhauptstädten? Schwer zu sagen. Immerhin ist Schleswig-Holstein nicht nur das schönste Bundesland der Welt, sondern auch die schönste Filmkulisse, die man sich vorstellen kann.

Du hast die Facebook-Gruppe „Norddeutscher Film“ gegründet. Was können Filmemacher dort finden?

„Norddeutscher Film“ ist eine inzwischen sehr erfolgreiche Gruppe bei Facebook, über die sogar Pro7 in der Sendung Galileo berichtet hat. Wir legen großen Wert darauf, dass nur Leute in die Gruppe kommen, die auch im Norden leben. Bei uns können Filmemacher ihre Crew finden, Schauspieler und Komparsen für sich werben und vielleicht entdeckt werden. Natürlich tauschen wir uns auch mit Erfahrungen aus und helfen uns, wo wir nur können.

 

 

Hast du schon ein neues Projekt geplant? Wie geht es bei dir weiter?

Geplant sind neue Projekte. Als erstes eine DVD mit Kurzfilmen befreundeter Filmemacher aus dem Norden. Der komplette Erlös der DVD wird ab a href=“http://www.stubentiger-eiderstedt.de/“ target=“_blank“>einen Tierschutzverein gespendet. Dann kommt noch mein nächster 20-minütiger Spielfilm, den wir noch in diesem Jahr anfangen werden zu drehen. Ein Film über häusliche Gewalt mit mir in der Hauptrolle. Mein guter Freund und norddeutscher Schauspieler Oliver Kirchhoff wird die Regie übernehmen. Oliver ist sicher vielen aus dem Tatort, Coca Cola Werbung und vielen anderen Produktionen bekannt. Er spielt sogar eine große Rolle in der Neuverfilmung von Raumpatrouille Orion.

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