Großer Auftakt des 2. Norddeutschen Filmfests in Rendsburg

In Zusammenarbeit zwischen dem Schauburg Filmtheater und dem Kino-Center Rendsburg rollt das Norddeutsche Filmfest wieder den roten Teppich aus. Erklärtes Anliegen der Veranstalter ist es, norddeutsche Filmemacher und norddeutsches Publikum zusammenzubringen. Nicht ohne Vorfreude führt Kinochefin und Moderatorin Nicole Claussen daher durch einen prallgefüllten Programmabend im festlich ausgestatteten Kino-Center.

Bericht: Yorck Beese

 

 

Hans von Fehrn-Stender, Inhaber des Schauburg Filmtheaters, entrichtet ein Grußwort, das nicht ohne Grund an die Kinoslogans der Vergangenheit erinnert. „Mach dir ein paar schöne Stunden und geh ins Kino“, hieß es Ende der 1950er Jahre in einer großangelegten Plakataktion der deutschen Filmwirtschaft. Vierzig Jahre später wurde dank eines Zusammenwirkens von Förderern und Verleihern daraus „Kino ist das Größte“. Weitere zwanzig Jahre später findet das Norddeutsche Filmfest bereits zum zweiten Mal statt und sorgt dafür, dass auch hiesige Filme ein Spotlight erhalten und ihnen die Exklusivität der Leinwand zuteil wird – denn: „Filme werden für’s Kino gemacht“. So bietet sich in den nächsten drei Tagen für die Rendsburger und Zugereiste die Gelegenheit, Filmemacher und Schauspieler persönlich kennenzulernen.

 

 

Auch Jessica Dahlke vom Verein Filmkultur SH e.V. richtete einige Worte ans Publikum und betont die Wichtigkeit des Norddeutschen Filmfest, das mit seiner einmaligen Lage in Rendsburg eine Brücke schlägt zwischen der Filmszene an der Ost- und derer an der Westküste. Denn Netzwerk und Kooperation ist eine der wichtigsten Aufgaben, die sich sowohl Kinos, als auch Filmemacher und Kulturvereine stellen können, um die Filmlandschaft in Schleswig-Holstein zu fördern.

 

 

Höhepunkt des Abends ist der DMAX-Dokumentarfilm DIE WRACKTAUCHER (D, 2016). Das Team von TAKE25 aus Lunden hat den langjährigen Nordseetaucher Andi Peters bei seiner Arbeit begleitet. Hart ist seine Arbeit und voller Rückschläge, denn in der Nordsee liegen mehr als 50.000 Wracks und viele bergen unbekannte Schätze. Auf der Suche nach dem „Schatz der Maria“ hat Peters in 20 Jahren über 4.000 Tauchgänge absolviert.

 

 

Gemeinsam mit Michael Lütje von TAKE 25 erzählt Peters von den Dreharbeiten und macht neugierig auf mehr Abenteuer in der Nordsee. Eine anonyme Zuschauermeinung zu den Tiefseetauchern: „Wenn ich an die Dokumentarfilme letzte Woche auf der Berlinale denke, dann sind die Wracktaucher zwölf Mal besser.“

 


Musik von den Rendsburger NOK-outs – samt Musikvideo und Live Performance für die Festivalstadt

Die Highlights der nächsten Tage:

Freitag, 24.Februar:
– HARDBOILED CRIME STORY – ein waschechter Krimi aus Dithmarschen, dazu reicht das Kino Center Kaffee und Kuchen (14.30 Uhr)
– MANCHE HATTEN KROKODILE – liebevolle und authentische Doku über einige Urgesteine auf St. Pauli (Schauburg Filmtheater, 20 Uhr)

Sonnabend, 25. Februar:
– ROBBI, TOBBI UND DAS FLIEWATÜÜT – mit Besuch von Tobbi-Darsteller Arsseni Bultmann und weiteren Gästen (14.30 Uhr im Schauburg Filmtheater)
– WINDSTÄRKE 5 – ICH BÜNN EEN SEEMANN – Doku über Kapität Klaus Helms mit der Bordkapelle des Lotsengesangvereis „Knurrhahn“ (live ab 18 Uhr im Kino Center)
– DER EIMERSEE – Claus Oppermann, Sven Bohde und Michal Packschies zeigen den Siegerfilm des Green Screen Festivals (ab 20 Uhr im Schauburg Filmtheater)

Sonntag, 26. Februar:
– OSTFRIESISCH FÜR ANFÄNGER – Spielfilmkomödie mit Dieter Hallervorden in der Hauptrolle (11 Uhr, Kino Center)
– „Kieler Shorts“ – 13 Kurzfilme aus der Kieler Szene, von Comedy über Horror bis Experimental ist alles dabei (14 Uhr, Kino Center)
– FERIEN – die Anwesenheit von Regisseurein Bernadette Knoller rundet das Norddeutsche Filmfest ab, 19 Uhr im Schauburg Filmtheater

Offizielle Website des Festivals: www.nff-rendsburg.de

 

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