Die Oscars von Kiel | Finale Nur-48-Stunden

Der rote Teppich im Eingangsbereich des Metro-Kinos war kaum zu erkennen. Denn über 400 Filmemacher aus Kiel und Umgebung strömten mit Freunden und Familienangehörigen in das ausverkaufte Kino 1. Endlich die 18 besten Filme des Wettbewerb Nur-48-Stunden auf der großen Leinwand sehen.

20 Uhr, es geht los. Nach einer kurzen Begrüßung durch die Veranstalter des Wettbewerbs (Studentenwerk Schleswig-Holstein – Kunst/Kultur, Landesverband Jugend & Film Schleswig-Holstein und Offener Kanal Kiel) erklärte Moderator Ingo Mertins den Ablauf des Abends. Nach jeweils sechs gezeigten Filmen wurde jedes Team auf die Bühne gebeten und musste sich Fragen wie „Wer hat am wenigsten aus dem Team geschlafen?“ stellen.
Soweit so gut. Nach 18 köstlichen Filmen, die unterschiedlicher nicht sein konnten, zwei Pausen und viel Verzehr im Foyer, war der Augenblick gekommen. Die Jury, bestehend aus Tina Wagner, Peter Hertling und Martina Binder, hatte sich entschieden.

Der dritte Preis, dotiert mit 100 Euro, ging an „Großer Traum“ von Giuseppe Cascio, „welcher die großen Träume von kleinen Leuten wunderschön ins Bild setzt“. Die Rede ist von zwei kleinen Papierschiffchen, die hinaus in die weite Welt wollen.

Der zweite Preis (150 Euro) ging an “Aground: Terra 9629″ von Kaweh Kordouni. „Eine Reise durch Raum und Zeit, dargestellt durch schöne, dichte Bilder. Das Thema unterstrichen durch ein schönes Sounddesign und Montage“. „Aground: Terra 9629“ erzählt die Geschichte eines Astronauten, der auf Terra 9629 landet und sowohl Bekanntes als auch Bizarres vorfindet.

Tosenden Applaus und den ersten Preis, dotiert mit 250 Euro, ergatterte sich „Mopping“ von Torben Sachert und Oliver Ott. „Starke Bilder, mit vielen, rasanten Schnitten. Ein stimmiges Gesamtwerk mit viel Witz und Humor.“ „Mopping“, ein Musical über zwei Reinigungskräfte, Gangs und dem Phantom der Oper.

Sieger der Herzen und somit Publikumspreisträger (100 Euro) wurde „Feuer, Wasser, Erde, Luft, Zeit” von Maria Reinhardt-Szyba. Ein Film, der allen gezeigt hat, welche unglaublichen Dinge in der Postproduktion möglich sind.

Neben dem Preisgeld, erhielten alle vier Gewinner ein kleines Gemälde von Björn Kurpjuweit.

Übrigens. Wer alle 37 eingereichten Filme sehen will, der hat am 6. Juni ab 21 Uhr auf KielTV und am 13. Juni ab 21 Uhr auf FlensburgTV die Gelegenheit.

Ein Augenzeugenbericht von Olga Wanner

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